Donnerstag, 28. Januar 2010

Fw: Gerechte Gueterverteilung


----- Original Message -----

Sent: Saturday, December 05, 2009 4:59 PM
Subject: Gerechte Gueterverteilung


Hi Norbert,

die neoliberale Verkuerzung von Rationalitaet auf risikoadjustierte Rentabilitaet(smaximierung) macht aus Wirtschaft ein Bett des Prokrustes in das sich die Menschen auf Dauer nicht rein zwaengen lassen werden. Auch nicht unter Androhung von Brot und Spielen.
Die faschistoiden Elemente dieser neoliberalen Ideologien fuehren ueber eine schier endlose Kette von Fehlentscheidungen,
die mit einer derart verkruepelten Rationalitaet begruendet werden, zu Missstaenden und Fehlallokationen gigantischen Ausmasses,
die frueher oder spaeter als unertraeglich fuer die Mehrheit erkannt werden muessen.
Aus meiner Sicht sind die prominentesten und wahrscheinlichsten Ausloeser fuer diese dann sicherlich revolutionaer erscheinende Erkenntniss,
eine sich zuspitzende ungerechte Gueterverteilung oder die Entwertung sinnvoller menschlicher Arbeit. Warum grosse Teile der Welt dem Heimatland und den Protagonisten dieser Unkultur seit nun fast 30 Jahren nahezu widerspruchslos folgen und die unhaltbaren Heilslehren und die idiotische Propaganda nicht als solche
erkennen, ist fuer mich nicht nachvollziehbar. Die Erklaerung "Zeitgeist" erscheint mir angesichts der mit dieser Ideologie einhergehenden generellen Profanation aller nicht in Geld messbaren Werte doch ziemlich duenn.


Hier ein ganz guter Link zum Thema gerechte Gueterverteilung


Der besonders lesenswerte Abschnitt 7 ist den (neo)liberalen Ansaetzen gewidmet. Der letzte Satz in diesem Abschnitt (den ich nochmal raus kopiert habe) bringt es dann ganz gut auf den Punkt, worin die unhaltbare Anmassung ("Challenge" ist da die hoefliche amerikanische Umschreibung) dieser Positionen liegt.

In addition to the arguments from self-ownership, and the requirement to treat people as ends in themselves, the most common other route for trying to justify exclusive property rights has been to argue that they are required for the maximization of freedom and/or liberty or the minimization of violations of these. (Hayek) As an empirical claim though, this appears to be false. If we compare countries with less exclusionary property rights (e.g. more taxation) with countries with more exclusionary property regimes, we see no systematic advantage in freedoms/liberties enjoyed by people in the latter countries. (Of course, we do see a difference in distribution of such freedoms/liberties in the latter countries, the richer have more and the poorer less, while in the former they are more evenly distributed.) Now if Libertarians restrict what counts as a valuable freedom/liberty (and discount other freedoms/liberties people value), it will follow that exclusionary property rights are required to maximize freedom/liberty or to minimize violations of these. But the challenge for these Libertarians is to show why only their favored liberties and freedoms are valuable, and not those which are weakened by a system of exclusive property rights.

Und damit sich bloss keine alternativen Ideen etablieren, die dem Dogma / Kartell gefaehrlich werden koennten, haben all grossen Banken u.a. unsere tollen Freunde von der CitiGroup und der Deutschen die Nobelpreis dekorierte Idee MicroFinance schon in ihrem Portfolio. Erinnert mich an eines der wenigen Highlights des Mario Adorf "Ich scheiss dich zu mit meinem Geld". KirRoyal


Gruss,

Georg


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