Sonntag, 19. Juli 2009

Fundamentalkritik

Ich gehe weiter in meiner fundamentalen Kritik. Ich bin der Meinung, daß es sich nicht um eine Schwäche der Gleichgewichtstheorie handelt, sondern um eine grundsätzlich falsche Theorie.
Das Fundament ist kein Fundament.
Aus der stabilisierenden Gegenkopplung kann jederzeit eine Mitkopplung werden, die zur eskalierenden Oszillationen führt. Abhängig von der subjektiven Wahrnehmung der beteiligten Elemente des Regelkreises.
Das eine falsche Theorie und der Mangel an akademischer Bescheidenheit blind machen können, ist richtig. Dafür gibt es etliche Beispiele, auch in den Naturwissenschaften.
Der daraus resultierende Versuch sich die Realität theoriekonform zurecht zu biegen, ist allerdings fatal, da es dem Prinzip der Evolution widerspricht, nachdem nur die überleben, die sich am besten anpassen bzw. in der Lage sind realitätskonformes und damit tatsächliches Wissen zu nutzen. Zur Zeit versuchen Staaten und Notenbanken mit Unsummen die Beteiligten zu bestechen, sich doch bitte wieder theoriekonform zu verhalten. Ob das gelingen wird, ist nach wie vor fraglich.
Die Tatsache, daß unbewiesene Theorien, also Glaubenssätze, über Jahrzehnte hinweg als Wissen in den Eliteschulen dieser Welt an den Mann und die Frau gebracht wurden, ist eine entscheidene Ursache für die Katastrophe. Der leider viel zu früh verstorbene Herr Ghoshahl hat da erste Ansätze einer selbstkritischen Erkenntnis in der eigenen Zunft gezeigt.
Das ist aber die Ausnahme. Leider ist das nicht zugeben können, daß man weiß, das man nichts weiß, die beschämende Regel. Manche, wie z.B. Herr Prof. Sinn, versuchen sich und ihren Mitstreitern sogar Generalabsolution zu erteilen, in dem sie anonyme Systemfehler als Ursache aus machen, nachdem das Wegdelegieren der Verantwortung an die magischen Hände des freien Marktes nicht so ganz funktionieren möchte.
Einen schönen Sonntag wünscht,
Georg Trappe

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