Mittwoch, 24. Februar 2010

Klar ist, dass es kracht. Krisen sind Entaeuschungen

und schlagartig wird Vielen klar dass sie einer langanhaltende Taeuschung auf den Leim gegangen sind. Reinhart und Rogoff leisten da wirklich gute Arbeit. Von daher kann ich die Empfehlung nur unterstreichen. Was aber wirklich frapierend ist, ist die Tatsache, dass sich die Geschichte im Fall von Oekonomie scheinbar endlos wiederholt und sich die massgeblichen Damen und Herren einem wirklichen Lernen aus den Krisen hartnaeckig verschliessen.
Diese Krisen werden sich solange wiederholen, bis ein richtiges Verstaendnis von Oekonomie erlernt wird und dann auch in den Handlungen respektiert wird.
Die Theorien der Neoklassik, die Grundlagen der vorherrschenden neoliberalen Ideologien sind, sind sachlich falsch und muessen daher zwangslaeufig zu Entaeuschungen = Krisen fuehren. Frei Maerkte sind keine funktionierende Regelung im regelungstechnischen Sinn. Gleichgewichtsmodelle sind untauglich, da Wirtschaft ein dissipatives System ist, das fernab von Gleichgewichten ist. Lineare statische Betrachtungen muessen in die Irre fuehren, da Wirtschaft in ihrem Kern hoch dynamische und nichtlineare Prozesse beinhaltet.
Solange aber immer wieder in die selbe Mottenkiste gegriffen wird (siehe Westerwelles Rueckgriff auf Reaganomics und Laffer Kurve)muss das Resultat = Krisen das selbe bleiben. Das wirkliche Problem ist, dass sich politische und wirtschaftliche Fuehrung sowie die Oekonomie als Wissenschaft sich einem wirklichen Lernen verschliessen.
Warum? 

Sapere Aude!

Georg Trappe

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen