Sonntag, 7. März 2010

Was waere wenn?

Was waere wenn die Investoren zu dem Schluss kaemen, dass die Ertragsfunktion einer Volkswirtschaft einen Wendepunkt durchlaufen hat und vom konvexen Bereich in den konkaven Bereich uebergegangen ist? (=sinkende aber noch positive Grenzertraege)
1) Die Investoren wuerden Druck auf den Staat aus ueben und Steuersenkungen durchsetzen und den Abbau von Sozialleistungen fordern.
2) Die Investoren wuerden Rationalisierungen durchsetzen, um die Produktivitaet zu maximieren und die Zahl der Arbeitslosen wuerde kontinuierlich steigen.
3) Die Investoren wuerden einen Reigen von M&A Aktivitaeten eroeffnen um "Synergien zu heben".
4) Und die "Mutigsten" wuerden ihre Hoffnungen auf eine "New Economy" setzen in der die Grenzertraege wieder steigen.
6) Der Leitzins wuerde sinken.
=1980 bis 2000
Was waere wenn die Investoren zu dem Schluss kaemen, das die Ertragsfunktion einer Volkswirtschaft ihr Maximum ueberschritten hat und die Grenzertraege negativ werden?
1) Die Nettoinvestitionen wuerden auf nahe 0 sinken.
2) Die Investoren wuerden Druck auf die Belegschaften ausueben und Reallohnsenkungen durchsetzen.
3) Die bestehenden Investionen wuerden "restruktiert" um den Return on Assets zu maximieren. z.B. Verkauf von Immobilien und zurueck mieten oder "Leveraged Buyouts" zur Maximierung des Eigenkapitalhebels mit "billigem" Notenbankgeld.
4) Die Investoren waeren verleitet ins Kasino zu gehen um mit den noch fliessenden Ertraegen in Nullsummenspielen ihr Glueck = Rendite zu suchen.
5) Die Investoren wuerden “junge” Volkswirtschaften begluecken, deren Ertragsfunktion noch im konvexen Bereich ist. (=steigende Grenzertraege)
6) Der Leitzins wuerde sich Null annaehern.
=2000 bis 2010
Wie das mit Geld und Zinspolitik behoben werden soll,  ist mir nicht klar.
Warum kommen negative Grenzertraege in der VWL so gut wie nicht vor?
Weil es sie nicht gibt? Oder weil das Thema sehr unangenehm ist und ein unloesbares Problem beschreibt? Oder habe ich etwas uebersehen?

Sapere Aude!

Georg Trappe

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