Freitag, 7. Januar 2011

Die Zahlungsunfaehigkeit der USA steht bevor

Durch einen guten Bekannten wurde ich auf diese beiden Artikel aufmerksam gemacht:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/dramatischer-appell-geithner-warnt-kongress-vor-zahlungsunfaehigkeit-der-usa;2725906
http://www.handelsblatt.com/politik/international/us-regierung-rueckzug-der-getreuen;2725892
Er bat mich auch um eine Einschaetzung. Und die sieht wie folgt aus:
Der Hinweis des US Finanzministers auf die bevorstehende
Zahlungsunfaehigkeit ist in etwa das, was ich mir als einen Bestandteil
der von mir vermissten Blut, Schweiss und Traenen Rede zu Beginn der
Obama Amtszeit gewuenscht haette. Jetzt im Zusammenhang mit der von den
Reps durchgesetzten Fortsetzung der Steuervorteile fuer die Profiteure
des Desasters ist es ein wirkungsloses "Schwarzer Peter" schieben.
Insgesamt habe ich den Eindruck, und damit komme ich dann zum
Revirement, dass es Obama und seiner Mannschaft nur noch darum geht
moeglichst mit einigermassen sauberer Weste wieder aus der Verantwortung
heraus zu kommen. Sozusagen als der Praesident, der angesichts
unloesbarer Probleme wenigstens eine Krankenversicherung durchgesetzt
hat. Darueber kann man dann ein Buch schreiben und auf Vortrags- oder
Charity Veranstaltungen zum Zeitvertreib mit klugen Reden brillieren.

Eine Volkswirtschaft, die sich ueber Jahrzehnte zum einen
deindustrialisiert hat und gleichzeitig die Gelder die von ihren
Warenlieferanten zur Investition! wieder an sie zurueck flossen, im Zuge
des groessten jemals angelegten Betrugs in den eigenen Konsum fliessen
liess, ist nicht zu retten. Auch nicht von einem Obama.

Die Beendigung der Taeuschung der Lieferanten ueber die Unfaehigkeit und
den Unwillen die aufgelaufene Rechnung jemals mit realen Leistungen
begleichen zu koennen, geschieht mit der beruechtigten Salamitaktik.
Und nebenbei arbeitet das groesste PIG aller Zeiten seine PIIGS Liste ab
und zieht so "freundschaftlich" verbundene Volkswirtschaften mit in den
Abgrund, nachdem die AAA gerateten Muehlsteine erfolgreich von den
hiesigen Banken an den Steuerzahler weitergereicht wurden. Und in
unseren Parlamenten streitet man derweil, welche Hymne man denn spielen
soll, wenn es denn so weit ist, das nur noch Zeit fuer
eine Hymne verblieben ist. Und die Gelehrten werden bis zum letzten Tag
darueber streiten und es wohl niemals begreifen, das ein
Wirtschaftssystem, das so konzipiert ist, das es ohne Wachstum zusammen
bricht, zwangslaeufig zusammenbrechen muss, wenn ein der Systematik
innewohnender und gesetzlich abgesicherter Reifungs- und
Konzentrationsprozess dazufuehrt, das die Wahrscheinlichkeit fuer
tatsaechlich wachstumsausloesende Investitionen, die diese Bezeichnung
auch tasaechlich verdienen wuerden, staendig abnimmt.

Ein Halleluja auf den neoklassischen Sand, in dem die meisten
neoliberalen Koepfe der wirtschaftlichen und politischen Eliten
dank Freikauf mit Steuermitteln immer noch stecken und wo sie weiterhin
nicht zu mehr im Stande sind, als vollkommen ueberbezahlt auf endogenes
Wachstum, das vom Himmel faellt zu hoffen!

Sapere Aude!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen