Donnerstag, 24. Februar 2011

Grenzen des Wachstums 2.0 (Spin-Doctors at work)

Dick Smith (1) hat im vergangenen August den Wilberforce Award (2) ausgeschrieben.

Zitat
"It has become obvious to me that my generation has over exploited our wonderful world – and it’s younger people who will pay the price. Like many people my age, I’ve benefited from a long period of constant economic and population growth – we are addicted to it. But sooner or later this consumption growth will have an end. We appear to be already bumping against the limits of what our planet can sustain and the evidence is everywhere to see.

Right now I believe we could be sleepwalking to catastrophe because we are failing to both acknowledge that there are limits to growth in a finite world and to prepare for a more sustainable way of organising our economy. In the 19th Century, empires were built on the labour of slaves, and it was believed economies would collapse if slavery was abolished. But brave people like William Wilberforce fought to end the slave trade – and economies still flourished. We need brave people like Wilberforce today, and I want to encourage a new generation of clear-thinking and inspiring young leaders."
Zitatende

Wer ist Wilberforce? (3)

Zitat
"Er (Wilberforce) studierte als Mitglied des St John's College an der Universität Cambridge und wurde 1780 als Abgeordneter seiner Heimatstadt Hull ins britische Unterhaus gewählt. Um 1784 konvertierte er auf einer Reise durch Kontinentaleuropa zum evangelikalen Protestantismus und begann 1787 seine Mission zur Reform der Sitten („Abolition Society“) und speziell zur Beendigung des Sklavenhandels, unterstützt von Abolitionisten wie Granville Sharp, Thomas Clarkson, Quäkern und Methodisten. In einer Parlamentssitzung im Jahre 1789 beantragte er gemeinsam mit seinem Studienfreund William Pitt, dem späteren Premierminister, die Abschaffung des britischen Sklavenhandels.[1] Von diesem Zeitpunkt an wiederholte er die Einbringung der Gesetzesvorlage in das Parlament jedes Jahr, außer in den Jahren 1800 bis 1803.

1807, nach 18 Jahren Kampagnen und Kampf gegen die Sklaverei, hatte Wilberforce schließlich Erfolg. Nach einer zehnstündigen Debatte im Parlament wurde das Gesetz gegen den Sklavenhandel am 24. Februar 1807 um vier Uhr morgens mit einer unerwarteten und überwältigenden Mehrheit von 283 zu 16 Stimmen angenommen[2]. Einen Monat später, am 25. Mai 1807 bekam das Gesetz gesetzeskraft. Von da an war der afrikanische Sklavenhandel im britischen Machtbereich verboten und Sklavenhändler wurden den Piraten gleichgestellt. Der interne Sklavenhandel in den außerafrikanischen Kolonien blieb allerdings weiterhin erlaubt. Die Vereinigten Staaten erließen ein entsprechendes Gesetz, das allerdings aufgrund einer Festlegung in der amerikanischen Verfassung, die den Sklavenhandel bis 1808 garantierte, erst am 1. Januar 1808 in Kraft treten konnte."
Zitatende

Und nun lesen Sie bitte, was das Handelsblatt vorgestern daraus machte.



Zitat
"Ähnlich argumentiert der kanadische Ökonom Richard Lipsey. Der Mensch werde durch seinen Erfinder- und Unternehmergeist Auswege finden - es wäre gefährlich, ihn gerade jetzt zu stoppen. Zudem sei dem Menschen das ökonomische Wachstum quasi angeboren: "Es liegt tief in unseren Genen, neue Dinge zu erfinden und Altes zu verbessern." Nur ein diktatorischer Staat, der den Menschen alle Anreize nehme, Erfolg zu haben, könnte das ändern.

Damit zielt er direkt auf die Achillesferse der Post-Wachstums-Ökonomen - denn tatsächlich entsteht Wirtschaftswachstum nicht auf Anordnung einer Regierung, sondern als Nebenprodukt des freien Wirtschaftstreibens unzähliger Akteure."
Zitatende

Alles klar Herr Kommissar?

Sapere Aude!

Georg Trappe


(1) http://en.wikipedia.org/wiki/Dick_Smith_%28entrepreneur%29
(2) http://dicksmithpopulation.com/wilberforce-award/
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/William_Wilberforce
(4) http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/wirtschaftswissenschaft-wachstum-segen-oder-verderben;2748329

Kommentare:

  1. Dazu empfehle ich:
    http://www.historicaltextarchive.com/sections.php?action=read&artid=164

    Autor:
    http://de.wikipedia.org/wiki/John_Kenneth_Turner

    Ich habe es komplett auf Spanisch gelesen, gibt es wohl nicht in Deutsch, aber in Englisch

    # Barbarous Mexico. An Indictment of a Cruel and Corrupt System. Chicago, Charles H.Kerr & Comp. 1910 Auszug

    * spanisch: México Bárbaro. 1908 online

    Das unterstuetzt Ihre These komplett
    LG

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  2. Anhang John Kenneth Turner:
    bevor ich hier falsch verstanden werde das meine Links nicht zum Thema gehoeren:
    Grenzenloses SklavenWachstum, was dann ab 1789 nicht mehr "en Vogue" war im "vortschrittlichem Zeitgeist" der "Aufklaerung" und "Entledigung der Aristrokratie und Klaerus", der Wirtschaftsmotor "Sklave" wurde dann eben "OutGEsourcingT, ohne die Sklaven waere die "neue industrieelle Revolution" abgesoffen, da sind wir 2011 nicht ganz weit weg, Stichwort Sportschuhe fuer einen Dollar herstellen...
    LG

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