Montag, 9. Mai 2011

Hinweise auf den tatsaechlichen Zustand der Weltwirtschaft

Der Baltic Dry Index, in dem die Entwicklungen der Seefrachtraten dargestellt werden, gilt als ein relativ zuverlaessiger Indikator fuer die Entwicklung der realen Weltwirtschaft. Interessant ist die dramatische Divergenz zwischen den Frachtraten (BDI), die auf ein eher mageres Handelsvolumen schliessen lassen, und
die durch QE inflationierten Rohstoffpreise (CRB). Das deutet meiner Meinung nach darauf hin, dass der Welthandel und damit der reale Teil der Weltwirtschaft sich nur sehr spaerlich vom spektakulaeren Absturz erholt hat und die dramatischen Anstiege bei den Rohstoffpreisen weniger eine Folge von knappen Guetern in einer wachsenden Realwirtschaft sind, sondern vielmehr eine Folge einer ueberbordenden Geldmenge, die spekulativ
Rendite sucht, sind.

http://www.investmenttools.com/futures/bdi_baltic_dry_index.htm#bdi_crb

Wie gross inzwischen die Angst vor einem Zusammenbruch ist, zeigt auch der Goldpreisverlauf, der sich mit immer neuen Schueben (LPPL) anscheinend endlos immer neuen Hoehen entgegenschwingt.

Ich wuerde sagen, damit steht fest, dass die USA in einer Liquidity Trap stecken, aus der sie, wie Japan seit zwei Jahrzehnten, so schnell nicht wieder heraus kommen werden.

Sapere Aude!

Georg Trappe

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