Donnerstag, 24. Februar 2011

Vertuschung, Uebertuenchung, Selbstbetrug

Ich denke was sich immer mehr offenbart, sind die Folgen einer seit
Jahrzehnten anhaltenden Vertuschung, die auch Selbstbetrug im grossen
Umfang beinhaltet. Sowie man mit Geld- und Zinspolitik nur Zeit kaufen
kann, aber nicht die fundamentalen, strukturellen Probleme loesen kann,
so kann man sich nicht mit technischem Fortschritt an der Loesung der
sozialen Frage vorbei innovieren. Ein technischer Fortschritt und ein
Technologieschub ermoeglichen die Vertuschung, da Wachstum entsteht und
damit die ungerechte Verteilung von Unten nach Oben, fuer Unten
uebertuencht wird. Es fuehlt sich ertraeglich an, ist es aber nicht
wirklich und das wird erst sichtbar, wenn das Potential des
Technologieschubs, aus welchen Gruenden auch immer, ausgeschoepft ist.

Grenzen des Wachstums 2.0 (Spin-Doctors at work)

Dick Smith (1) hat im vergangenen August den Wilberforce Award (2) ausgeschrieben.

Zitat
"It has become obvious to me that my generation has over exploited our wonderful world – and it’s younger people who will pay the price. Like many people my age, I’ve benefited from a long period of constant economic and population growth – we are addicted to it. But sooner or later this consumption growth will have an end. We appear to be already bumping against the limits of what our planet can sustain and the evidence is everywhere to see.

Right now I believe we could be sleepwalking to catastrophe because we are failing to both acknowledge that there are limits to growth in a finite world and to prepare for a more sustainable way of organising our economy. In the 19th Century, empires were built on the labour of slaves, and it was believed economies would collapse if slavery was abolished. But brave people like William Wilberforce fought to end the slave trade – and economies still flourished. We need brave people like Wilberforce today, and I want to encourage a new generation of clear-thinking and inspiring young leaders."
Zitatende

Wer ist Wilberforce? (3)

Zitat
"Er (Wilberforce) studierte als Mitglied des St John's College an der Universität Cambridge und wurde 1780 als Abgeordneter seiner Heimatstadt Hull ins britische Unterhaus gewählt. Um 1784 konvertierte er auf einer Reise durch Kontinentaleuropa zum evangelikalen Protestantismus und begann 1787 seine Mission zur Reform der Sitten („Abolition Society“) und speziell zur Beendigung des Sklavenhandels, unterstützt von Abolitionisten wie Granville Sharp, Thomas Clarkson, Quäkern und Methodisten. In einer Parlamentssitzung im Jahre 1789 beantragte er gemeinsam mit seinem Studienfreund William Pitt, dem späteren Premierminister, die Abschaffung des britischen Sklavenhandels.[1] Von diesem Zeitpunkt an wiederholte er die Einbringung der Gesetzesvorlage in das Parlament jedes Jahr, außer in den Jahren 1800 bis 1803.

1807, nach 18 Jahren Kampagnen und Kampf gegen die Sklaverei, hatte Wilberforce schließlich Erfolg. Nach einer zehnstündigen Debatte im Parlament wurde das Gesetz gegen den Sklavenhandel am 24. Februar 1807 um vier Uhr morgens mit einer unerwarteten und überwältigenden Mehrheit von 283 zu 16 Stimmen angenommen[2]. Einen Monat später, am 25. Mai 1807 bekam das Gesetz gesetzeskraft. Von da an war der afrikanische Sklavenhandel im britischen Machtbereich verboten und Sklavenhändler wurden den Piraten gleichgestellt. Der interne Sklavenhandel in den außerafrikanischen Kolonien blieb allerdings weiterhin erlaubt. Die Vereinigten Staaten erließen ein entsprechendes Gesetz, das allerdings aufgrund einer Festlegung in der amerikanischen Verfassung, die den Sklavenhandel bis 1808 garantierte, erst am 1. Januar 1808 in Kraft treten konnte."
Zitatende

Und nun lesen Sie bitte, was das Handelsblatt vorgestern daraus machte.



Zitat
"Ähnlich argumentiert der kanadische Ökonom Richard Lipsey. Der Mensch werde durch seinen Erfinder- und Unternehmergeist Auswege finden - es wäre gefährlich, ihn gerade jetzt zu stoppen. Zudem sei dem Menschen das ökonomische Wachstum quasi angeboren: "Es liegt tief in unseren Genen, neue Dinge zu erfinden und Altes zu verbessern." Nur ein diktatorischer Staat, der den Menschen alle Anreize nehme, Erfolg zu haben, könnte das ändern.

Damit zielt er direkt auf die Achillesferse der Post-Wachstums-Ökonomen - denn tatsächlich entsteht Wirtschaftswachstum nicht auf Anordnung einer Regierung, sondern als Nebenprodukt des freien Wirtschaftstreibens unzähliger Akteure."
Zitatende

Alles klar Herr Kommissar?

Sapere Aude!

Georg Trappe


(1) http://en.wikipedia.org/wiki/Dick_Smith_%28entrepreneur%29
(2) http://dicksmithpopulation.com/wilberforce-award/
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/William_Wilberforce
(4) http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/wirtschaftswissenschaft-wachstum-segen-oder-verderben;2748329

Dienstag, 1. Februar 2011

Weltwirtschaftsregierung. Die Loesung aller Probleme?

In diesem Interview schlaegt Herr Camdessus vor, die Weltwirtschaftskrise langfristig durch die Einfuehrung einer Weltwirtschaftsregierung und einer Weltwaehrung auf Basis von Sonderziehungsrechten zu loesen.

Gesundbeter entlarvt!

HDE 
"Gute Laune beim Konsumenten, ständig sinkende Arbeitslosenzahlen und hohe Erwartungen an das Wirtschaftswachstum. Die Voraussetzungen für das Weihnachtsgeschäft sind gut."
"Im Dezember 2010 erzielte der Einzelhandel in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen aus sieben Bundesländern nominal 0,3% mehr und real 1,3% weniger Umsatz als im Dezember 2009. Der Dezember 2010 hatte mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Dezember 2009. Im Vergleich zum November 2010 ist der Umsatz im Dezember 2010 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal und real um 0,3% gesunken.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Dezember 2010 nominal 0,1% und real 2,7% weniger um als im Dezember 2009. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 0,2% höher und real um 2,5% niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 3,3% und real 5,3% weniger als im Dezember 2009 umgesetzt.

Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln erzielte im Dezember 2010 nominal eine Umsatzsteigerung um 0,3%. Real gingen die Umsätze um 0,1% zurück. Nur im Internet- und Versandhandel (nominal + 3,2%, real + 3,0%) und im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (nominal + 0,7%, real + 0,4%) lagen die Umsätze nominal und real über den Werten des Vorjahresmonats."

Sapere Aude!
Georg Trappe

Update Mai 2011; Propagandagap entlarvt!