Mittwoch, 27. Juli 2011

Nixon Shock 2.0

Erinnerungen an den August 1971 werden bei denen wach, die mit dem American Way im Umgang mit unloesbar erscheinenden Problemen vertraut sind. Zur Erinnerung:
und
The "Nixon Shock" and the "Plaza Agreement" : Lessons from Two Seemingly Failed Cases of Japan's Exchange Rate Policy
Und wie verzweifelt man in den USA bereits zu Beginn der aktuellen Krise (Ende 2007, Anfang 2008) nach Argumenten suchte, um den Dollarverfall zumindest "moralisch" zu rechfertigen belegt  dieser Report fuer den US Congress. Wenn seinerzeit schon "Dark Matter" herhalten musste, dann kann man sich unschwer vorstellen, welche Art von "Auswegen" z.Zt. in den USA diskutiert werden.


Sapere Aude!

Georg Trappe

Dienstag, 26. Juli 2011

Die Loesung struktureller Probleme mit den Mitteln der Zins- und Geldpolitik

Wenn die Loesung struktureller wirtschaftlicher Probleme nahezu ausschliesslich ueber den Einsatz von Mitteln der Zins- und Geldpolitik gesucht wird, dann sieht das Ergebnis zwangslaeufig so aus:

Quelle: http://research.stlouisfed.org/fred2/series/BOPGSTB/125/Max


Angesichts des nun seit fast zwei Jahrzehnten nur durch Krisen jeweils kurz unterbrochenen Trends, draengt sich der Eindruck auf, dass es sich um eine gewollte Eigenschaft amerikanischer Politik handelt. Damit waere dann auch die aktuelle, doch sehr merkwuerdig anmutende Debatte ueber die Erhoehung des Limits fuer Staatsschulden in den USA als das entlarvt, was sie ist. Eine Scheindebatte zwischen Marionetten, die an den Strippen der Reichen und Maechtigen in den USA haengen. Diese wiederum hatten, so wie es sich darstellt, nie die Absicht, die im Ausland gemachten horrenden Schulden zu begleichen.

Sapere Aude!

Georg Trappe

P.S.: Im Schaubild ist das monatliche Aussenhandelsdefizit in US$ (y-Achse) ueber Zeit abgetragen. Der Stand der US Schulden im Ausland ergibt sich aus dem Integral (Aufsummierung) dieser Kurve. Siehe auch: Major Foreign Holders of Treasury Securities
P.P.S.: In den USA sind weniger als 13% der Beschaeftigten in Bereichen taetig die greifbare Produkte herstellen. Der ueberwiegende Anteil ist mit Dienstleistungen beschaeftigt. Das kommt auch sehr deutlich in diesem Bild zum Ausdruck
Quelle: http://rwer.wordpress.com/2011/08/22/the-usas-broken-business-model/

Americas other 87 deficits

Montag, 25. Juli 2011

Auf der "verlaengerten Achse des Guten"

Auf der verlaengerten Achse des Guten = der Online Ausgabe der ZEIT provoziert mich ab und an unser Ex-Finanzminister Peer Steinbrueck mit seiner Kolummne "Steinbrueck - Zur Sache" zu einem Kommentar. So auch an diesem Wochenende mit diesem Artikel.

Nun Herr Steinbrueck, es ueberrascht nicht wirklich, wenn Sie hier, so zu sagen auf der "verlaengerten Achse des Guten", die amerikanische Plutokratie als ein austariertes System funktionierender Gewaltenteilung bezeichnen. Wie "gut" diese "Gewaltenteilung" funktioniert, belegen z.B. die Daten, die die Verteilung der Vermoegens- und Einkommensverhaeltnisse und ihre zeitliche Entwicklung in den USA beschreiben.

(http://motherjones.com/po...)

Die Quelle aber, aus dem sich dieses "Fettauge" wirklich naehrt, wird in "Fachkreisen" mit dem Euphemismus "Triffin Dilemma"( http://en.wikipedia.org/w... ) bezeichnet.

Das da mal ganz nebenbei Projekte, wie das europaeische, untergraben (MAI, http://de.wikipedia.org/w... ) und massivst beschaedigt werden, oder aus einer US Hypothekenkrise eine Weltwirtschaftskrise wird ( http://www.manager-magazi... ), laeuft bei diesen Herrschaften, die das betreiben, als "collateral damage".

Aus diesem Blickwinkel betrachtet, erscheint mir Ihr Aufruf an Ihre Kollegen zum jetzigen Zeitpunkt, hoefflich ausgedrueckt, etwas verspaetet.

Sapere Aude!

Freitag, 22. Juli 2011

Zur Erinnerung!

Wer erinnert sich noch an den Sommer 2007 und die ersten Auswirkungen der sog. "Subprime Hypotheken Krise" in Deutschland? Das Manager Magazin veroeffentlichte am 1. August 2007 einen Artikel mit der Ueberschrift "Fuerchterliche Effekte". Es lohnt sich, diesen Artikel noch einmal in Ruhe zu lesen und aus aktueller Perspektive zu deuten.

Sapere Aude!
Georg Trappe

Dienstag, 12. Juli 2011

Keine Regel ohne Ausnahme

Und keine Ausnahme ohne Folgen. Paragraph 248 BGB verbietet die Welt(untergangs)formel der Endloswachstumsoekonomie, den Zinseszins, in seinem Absatz 1, nur um ihn sogleich in seinem Absatz 2 fuer Kreditinstitute und Banker ausdruecklich zu erlauben (BGB 248).

Sapere Aude!

Georg Trappe