Sonntag, 26. Februar 2012

Die Krise lohnt sich!

Hiermit moechte ich Ihnen ein kleines Beispiel fuer die Wirkungsweise und den "unverzichtbaren" Beitrag der deutschen Mainstream Medien zur taeglichen Beglueckung "aufgeklaerter" Buerger mit den Segnungen des Neoliberalismus (in diesem Fall mit dem Trickle down effect = Pferdeaepfel - Theorie) liefern.

Trickle down effect in action!




Wieviel Stunden hat ein Jahr? 365*24=8760!
Ach so! Der arme Mann arbeitet 7 Tage die Woche, 24 Std. am Tag.
Na dann.

Und noch eine kleine Rechnung.
Der VW Konzern vermeldet einen Vorsteuergewinn von 18,9 Mrd. Euro
Bei einer Konzernbelegschaft von 435000 Mitarbeitern sind das:
18900000000 / 435000 = 42448,27 Euro/Mitarbeiter

Gleichzeitig lanciert die ZEIT in ihrer unvergleichlichen Art eine These ueber

Wohlstand der im Schatten blueht 


Und hier ein paar erfrischend kontrastreiche Fakten zum Thema aus einem bemerkenswerten privaten Blog:



Quelle: Querschuesse

Da kann man doch nur sagen:


Sapere Aude!

Georg Trappe

Kommentare:

  1. Hallo,

    zufälloig arbeite ich bei einem Zulieferer der Automobilindustrie. Es gibt fast kein Thema, dass mich so auf die Palme bringt wie diese angesprochenen Bonuszahlungen.

    Seit ich die Autoindustrie kenne steigt der Druck auf die Zulieferer und die Löhne werden gedrückt. Das Verhältnis, Beschäftigte zu Zulieferer kenne ich nicht genau aber wahscheinlich ist es ca. 1:5, wenn nicht 1:10.

    Die wahre Meldung ist deshalb: einige Zehntausend erhalten Boni wärend einige Hunderttausend Gehaltseinbußen bei gleichzeitiger Mehrbelastung hinnehmen mussten.

    Politiker nehmen dieses Beispiel gerne mal in den Mund um zu sagen: "Seht doch, die Beschäftigten profitieren doch von den Gewinnen!".

    Diese Boni sind auch ein Zeichen von Fehlender Solidarität innerhalb der Beschäftigten der Automobilindustrie und dienen dazu die Gewerkschaften zu schwächen. Die IG Metall ist dominiert von den großen Betriebsräten der OEMs.

    Mein Verdacht ist, dass die Belegschaft hier ruhig gekauft wird und die nächste Tarifrunde wieder zu Gunsten der OEMs ausfällt und die Zulieferer weiter die Löhne drücken können.

    Eine Solidarische Gewerkschaft sollte NIEMALS solchen Aussertariflichen Zahlungen zustimmen sondern statt dessen höhere Löhne fordern.

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  2. Was wäre es für ein Donnerschlag gewesen, wenn die Belegschaften der Automobilindustrie verkündet hätten dass sie diese Boni direkt in die Streikkasse der Gewerkschaft überweisen werde um für einen Arbeitskampf für eine 15%ige Lohnerhöhung gewappnet zu sein!

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  3. Das waere was! Ich frage mich nur, was noch passieren muss, damit dieser Konjunktiv wahr wird. Es muss doch so langsam jedem klar werden wohin die Reise geht und wie dieses "teile und herrsche" funktioniert.

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  4. Solidaritaet ist inzwischen in Deutschland illegal!
    http://www.focus.de/finanzen/news/flughafen-frankfurt-arbeitsgericht-erklaert-solidarstreik-der-fluglotsen-fuer-illegal_aid_718844.html

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