Montag, 20. Februar 2012

Gauck wird Praesident! Und alles wird gut?

Wie sein Vorgaenger, ist auch der designierte  "Neue", Joachim Gauck, Mitglied der Atlantik Bruecke e.V., einem Verein, dessen Ehrenvorsitzender Walther Leisler Kiep ist, und dem auch KT vuz Guttenberg angehoert. Vorstand und Mitgliedschaft dieses "Vereins" sind also einen naeheren Blick wert, denn: 
" Um eine Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke bewirbt man sich nicht, man wird dazu aufgefordert. So mag die Zahl von 360 Mitgliedern gering erscheinen, ihr Einfluss aber gilt als bedeutend. Die Atlantik-Brücke wird unterstützt von allen großen deutschen Unternehmen. Die Namensliste des Vorstands und Kuratoriums liest sich wie ein Who s who der Politik und Wirtschaft. Und auf der anderen Seite des Atlantiks engagieren sich nicht weniger einflussreiche Gesprächspartner. "Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben", sagt der Vorstands-Chef der Atlantik-Brücke, Arndt Oetker." ( 1 ).

Wenn eine solche Aufforderung zur Mitgliedschaft in diesem "Verein" schon eher einem Angebot, das man nicht ablehnen kann, gleichen mag, so ist die Mitgliedschaft in einer Stiftung wie der Deutsche Nationalstiftung weniger zwingend, wenn es um das hoechste politische Amt in Deutschland geht. Dennoch ist Herr Gauck auch dort Mitglied und macht sich so fuer die Thesen dieser Stiftung stark. Die lauten z.B. so:
"These 2
Wir brauchen in Deutschland politische Schritte mit einer längeren Perspektive. Folgende wichtige Komonenten sind für die Gesundung Deutschlands nötig:
- Umbau der Sozialversicherung;
- Renovierung der öffentlichen Finanzwirtschaft;
- längeres Anhalten der Realeinkommen;
- Verzicht auf weitere DM-Aufwertungen;
- eine umfassende Deregulierung auf allen Gebieten. "
Die Occupybewegung nannte er noch im vergangenen Herbst albern und die Protetste gegen Stuttgart 21 stellte er bei gleicher Gelegnheit in die Naehe von "abscheulicher" Hysterie und Angst ( 2 ). Bevor Sie nun  in den parteiuebergreifenden und sicherlich von den Mainstreammedien unterstuetzten Jubel ueber den "Neuen" einstimmen, fragen Sie sich in aller Ruhe, ob seine Einstellungen zeitgemaess,  zukunftsfaehig und fuer das hoechste Amt im Staat qualifizierend sind.

Sapere Aude!

Georg Trappe

Kommentare:

  1. Danke für diesen Post. Er macht auch klar warum de Maiziere KTzG als Verteidigungsminister nachfolgen konnte.

    Auch schön ist die Übereinstimmung der Mitgliedsliste mit der des Vorstands und der "Förderer" und "Botschafter" der "Initiative neue soziale Marktwirtschaft". (Neu meint hier, ähnlich wie bei der Deutschen Nationalstiftung, die völlige Abschaffung von Sozialleistungen).

    http://www.lobbypedia.de/index.php/Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft

    Auch dort war Arndt Oetker einer der Initiatoren, dessen Verständnis von Demokratie in dem oben genannten Zitat gut ersichtlich ist.

    Diese Lobbyvereinigung ist wohl, was die Ergebnisse angeht, die momentan erfolgreichste Deutschlands und zeigt wo die eigentliche Macht in diesem Staat beheimatet ist.

    Gemeinsamer Nenner ist die maßlose Gier der alles andere Unterzuordnen ist, wie hier Georg Schramm so wunderbar erläutert, vor allem was die Rolle unserer Regierung betrifft:

    http://www.youtube.com/watch?v=urvK7_OCpjQ

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Alien Observer,
    Vielen Dank fuer die zusaetzlichen Hinweise.
    Der Fall Gauck und seine Nominierung ist fuer mich ein klassisches Beispiel dafuer, wie man eine Mehrheit von Buergern dazu bekommt, jemanden zu befuerworten, der den ureigensten Interessen dieser Buerger erklaerter Massen entgegen steht. Die meisten Darstellungen in den Mainstreammedien erscheinen mir darauf angelegt zu sein und ich befuerchte den Wenigsten ist bewusst, wofuer dieser Mann steht. Denn da wird so getan als bedeute parteiunabhaengig = unparteiisch oder neutral. Das Gegenteil ist der Fall.
    -
    Ganz nebenbei offenbart diese Nominierung die Selbstherrlichkeit dieser Politiker. Denn wo ist die selbstkritische Frage, wie es zu einem Fehlgriff wie bei Wulff kommen konnte? Wo ist die Lernfaehigkeit? Was wurde am Selektionsprozess verbessert, um einen solchen Fehlgriff in der Zukunft auszuschliessen?
    Nichts dergleichen!
    Da zwingt sich mir der Eindruck auf, dass man garnicht lernern/verbessern will, sondern diesen "Betriebsunfall" moeglichst schnell hinter sich lassen will, um so weiter machen zu koennen wie zu vor.
    Und das legt dann wirklich den Verdacht nahe, das Politiker und Parteien nur nur noch Instrumente sind, um den Anschein von Demokratie aufrecht zu erhalten.

    AntwortenLöschen