Sonntag, 20. Mai 2012

Weiche Birnen prophezeien weiche Landung in China

Die Propheten der Weltbank sagen fuer China eine "weiche Landung" voraus. Unter der Annahme, dass diese Prognose auf DSGE Modellen gaengiger neoklassischer Bauart beruht, die das Finanzsystem so gut wie nicht beruecksichtigen und damit weder die Entstehung noch die verheerende Dynamik einer kollabierenden kreditinduzierten Blase vorhersagen bzw.  abbilden koennen (s.a. Colander Testimony  US Congress Sept. 2009), wage ich die Prognose, dass China sich im weiteren Verlauf der Weltwirtschaftskrise nicht von den fatalen Auswirkungen der Troika neoliberaler Denkfehler abkoppeln koennen wird. Dazu sind die ursaechlichen Irrtuemer schon viel zu tief verinnerlicht und zum "Erfolgsrezept" hochstilisiert worden. Zwar werden die ersten Folgen des Fettaugensyndroms schon deutlichst spuerbar., aber auch in China ringt man um Loesungsvorschlaege, die angesichts der freigesetzten Kraefte nur maessige Aussichten auf Erfolg haben werden, auch wenn sie interessanterweise u.a.am Bankmonopol ansetzen. Das ausgerechnet aus den USA, der Hochburg des neoliberalen Schwachsinns, Hinweise auf die Ursachen kommen, ist da schon bemerkenswert, aber hat wohl mehr mit Schadenfreude, als mit tieferer Einsicht zu tun. Das die Bekaempfung des Fettaugensyndroms durch Zuechtung neuer Fettaugen erfolglos bleiben muss, hat das soeben grandios gescheiterte Projekt Europa bewiesen. Ich sehe China  auf einem Weg, der diese bitteren Erfahrungen mit grosser Wahrscheinlichkeit wiederholt.

Sapere Aude!

Georg Trappe

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