Donnerstag, 14. Juni 2012

Divide et impera

Der transatlantische Solidarpakt der Finanzoligrachie beherrscht die Anwendung der Erfolgsstrategie "teile und herrsche" perfekt, wenn es um die Durchsetzung der Interessen seiner Klientel, den 1%, geht. Ging es bisher darum die europaeischen Schwergewichte Frankreich und Deutschland waehrend des Umbaus Europas entsprechend einer neoliberalen Architektur auf Linie zu halten, so geht es seit dem Sieg Hollandes in Frankreich darum, die moegliche Entstehung einer Allianz zwischen franzoesischen Sozialisten und deutschen Sozialdemokraten um jeden Preis zu verhindern. Da wundert es dann nicht, wenn der 
US Finanzminister gegenueber Deutschland die Tonlage veraendert. Gleichzeitig setzen die strategischen Bomber der Wall Street ihr Vernichtungswerk ungebremst fort und lenken gekonnt eine Cruise Missile nach der anderen, ungestoert von Rettungschirmen aller Art, in ihr naechstes Ziel.
Denn seit dem klar ist, das die Schwachstelle = Sollbruchstelle der EU unter den amerikanischen Angriffen ausgeloest hat, weil Euro Staaten pleite gehen koennen, da sie den Teil ihrer Souveraenitaet, der das Geld betrifft, an eine supranationale Institution mit dem Namen EZB abgegeben haben und damit die Kontrolle ueber die Konditionen ihrer Finanzierung an die unsichtbaren Haende der durch Ratingagenturen dominierten Maerkte verloren haben, ist es ein leichtes Spiel auf diesem Weg Widerstaende gegen das neoliberale Programm endgueltig zu brechen. Ob Hollande und die franzoesischen Sozialisten die Kraft haben, diesem Treiben eine Ende zu setzen und ob die deutsche Sozialdemokratie bereit und in der Lage ist aus ihren Fehlern im Umgang mit dem Neoliberalismus zu lernen, bleibt abzuwarten.

Sapere Aude!

Georg Trappe

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