Montag, 6. August 2012

Ein Paradies fuer Investoren!?

In meinem letzten Artikel hatte ich auf die durchweg positiven Ratings der US Bundesstaaten hingewiesen, die sich im Verlauf der vergangenen fuenf Krisenjahre bei einem beachtlichen Teil von ihnen sogar noch verbessert hatten, waehrend in Europa die Kreditwuerdigkeit nicht nur der von der Wall Street so genannten "PIGS" in Grund und Boden herabgestuft wurde, sondern mittlerweile auch die Bonitaet der hiesigen "Felsen in der Brandung" vom Oligopol der Ratingagenturen in Frage gestellt werden.
Das wirft natuerlich die Frage auf:

"Was steckt dahinter?"

Eine eindrucksvolle Antwort liefert diese Zusammenstellung von wirtschaftlichen Fakten bezueglich der USA und verdeutlicht so, in welche Richtung sich Europa (weiter-) entwickeln wird, wenn in "maktgerechten Demokratien" die Ratings eines maechtigen Oligopols zur allgemeingueltigen Richtschnur  werden, und so jede politische und wirtschaftliche Vernunft, die sich an den Interessen von Mehrheiten orientiert, ersetzen.

Rot=Total Debt, Blau=GDP

 Die Gewinne aller Unternehmen inkl. Banken etc. in USA haben sich dabei so entwickelt:


Der Anteil der Banken etc.


Diese beiden Entwicklungen ins Verhaeltnis gesetzt und auf die Gesamtgewinne bezogen, zeigen den dramatischen Anstieg des Anteils des Finanzsektors in den USA an den gesamten Gewinnen:


Damit ist dann auch klar, was Lloyd Blankfein von Goldman Sachs meinte, als er davon sprach, dass die Banken in den USA "Gottes Werk" verrichten bzw. Praesident Obama darauf hingewiesen wurde, das eine Schwaechung (=Regulierung) des US Finanzsektors mit einer Schwaechung der USA als Ganzes gleichzusetzen ist.
Wenn die politische und wirtschaftliche Vision der hiesigen Eliten fuer Europa ein "Mithalten" mit diesen Entwicklungen in den USA ist, dann hat Frau Merkel vollkommen recht, wenn sie Europa dabei auf einem "guten Weg" sieht.

Sapere Aude!

Georg Trappe



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