Mittwoch, 26. Dezember 2012

An alle Gleichgewichtstheoretiker

Die Fakten sprechen eine klare Sprache! Und ihr ignoriert sie!

Quelle

Es lohnt sich die Liste aus dem CIA Factbook bis zum Ende zu lesen
 (Position 194 USA  minus 465 900 000 000 US$). 


Sapere Aude!

Georg Trappe

Nachtrag: Wie verquert die Denke der Experten ist zeigt sich hier. Die Boston Consultng Group unterscheidet nicht einmal zwischen entwickelten Volkswirtschaften, die positive oder negative current accounts generieren. Sie schlagen fuer alle das gleiche Rezept vor. Ein Schelm wer boeses dabei denkt.

Kommentare:

  1. Tolle Übersicht! Die ersten und letzten Positionen reichen schon ...

    Diese Ungleichgewichte lassen sich offensichtlich sehr lange, aber niemals bis in alle Ewigkeit aufrecht erhalten. Der Markt, oder das was davon übrig ist, regelt offensichtlich ... nichts!

    Man kann es auch so betrachten:

    Die Güter werden ja vergleichsweise noch recht gleichmäßig auf der Welt verteilt, wohingegen die Produktion und die Arbeit und die papiernen Schuldscheine völlig einseitig verteilt sind, und das wird von Ökonomen in Deutschland und China auch noch als Errungenschafft gesehen. Welch ein Unsinn! Diese Dummheit wird bestraft werden ...

    Die papiernen schon heute eigentlich wertlosen Ansprüche werden sich auch offiziell in Luft auflösen, so wird das Gleichgewicht (vorübergehend) wieder hergestellt werden. Problem ist, dass dabei einige Vertrauensseelige um ihre Lebensersparnisse gebracht werden.


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  2. Der Markt ist keine funktionierende Regelung! Er kann es garnicht sein, weil er elementare Bedingungen, die eine Funktionsfaehigkeit als Regelung nun mal voraus setzt, nicht erfuellt. Jeder der eine Grundlagenvorlesung Regelungstechnik genossen hat wird das wissen. Vielmehr gilt immer das "short side principle", d.h. es werden immer Quantitaeten zugeteilt. Dabei entstehen Diskontinuitaeten, die zu einem Wechsel dessen fuehren (koennen aber nicht muessen) was gerade short ist. Wenn die Frequenz dieser Wechsel hoch ist, dann entsteht der Eindruck eines kontinuierlichen Vorgangs, der an eine funktionierende Regelung erinnern kann (aber nicht muss).
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    Es entsteht ganz offensichtlich eine Polarisierung zwischen den Volkswirtschaften, die eine Obsession fuer M-C-M' pflegen und glauben es muesse ersteinmal etwas investiert und produziert werden, um aus Geld mehr Geld zu machen und denen, die geldtheoretisch schon "weiter" sind und erkannt haben, dass Geld durch einen Buchungsvorgang in die Welt gesetzt wird. Da die Produktion von Geld immer einfacher ist als die Produktion realer Gueter, verdraengen die Geldproduzenten in den "fortgeschrittenen" Volkswirtschaften zunehmend die real produzierenden Firmen. Es kommt zu einem sog. "squeeze out". Sehr schoen und ueberdeutlich zu sehen in den USA und im UK und den jeweiligen stark steigenden Anteilen der dortigen "Finanzindustrie" am GDP. Ganz eklatant "fortschrittlich" war Island in dieser Hinsicht.
    Das auf diesem Weg u.a. eine leistungslose Aneignung erfolgt, wird auf dieser Ebene ebenfalls sehr schoen deutlich und hoffentlich fuer die meisten auch verstaendlich. Das dieses "fortschrittliche" Verhalten auch auf den Ebenen der Firmen und der Individuen zur Anwendung kommt, ist dann nur noch eine Generalisierung, die hoffentlich endgueltig die Augen fuer diese Problematik oeffnet.
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    Die Rolle, die Vertrauen bzw. der Missbrauch von Vertrauen, in diesem schaebigen Spiel spielt, habe ich versucht hier deutlich zu machen:
    http://georgtsapereaude.blogspot.com/2012/12/der-verrat-durch-die-eliten.html
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    D.h., so wie es aussieht, muendet die gaengige Wirtschaftsweise, gepraegt dadurch, dass jeder nach "Mehr" strebt und dabei unterschiedliche Wege eingeschlagen und Erfolge verbucht werden, in Verbindung mit dem real existierenden Geld- und Bankensystem mehr oder weniger zwangslaeufig in Verrat und Betrug grossen Stils, der natuerlich zur Zersetzung dessen fuehrt, was eine Gesellschaft zusammenhaelt.
    Die Mainstream Theorien der sog. Wirtschaftswissenschaften sind damit bestenfalls als Wunschdenken einzuordnen, aber ganz gewiss nicht als zutreffende Beschreibungen der Realitaet mit Vorhersagekraft.

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