Mittwoch, 19. Dezember 2012

Kraft durch Kreativitaet

Hier ein sehr interessanter Artikel aus dem Handelsblatt ueber Korea, dem ich nichts weiter hinzu zufuegen habe.



Es geht auf Weihnachten zu und ich betrachte diesen Artikel als ein wahres Geschenk und hoffentlich fuer einen Augenoeffner, den moeglichst viele lesen, verstehen und in Taten umsetzen.

Sapere Aude!

Georg Trappe

Kommentare:

  1. Chaebol ("old economy") vs. Pangyo ("new economy") ist die win - win Situation?
    Hyundai mischt gerade mal ordentlich mit, aber die Rechnung der Wahlversprechen der letzten 40 Jahre in den Industriestaaten werden auch sie nicht bezahlen koennen, und da tuedes bald wehe...
    Gruss Mark

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    1. Hallo Mark,
      ich denke in Korea ist man einen entscheidenden Schritt weiter. Man hat erkannt, dass staenig voranschreitende Konzentrationsprozesse letztendlich das untergraben, was den gewaltigen Fortschritt ermoeglicht hat. Es entstehen Gegenkraefte, die alles zerstoeren was aufgebaut wurde, wenn diese ignoriert werden. Es ist auch weniger eine Frage des bezahlen Koennens als des Wollens und der Ziele.
      In Korea denkt und diskutiert die Elite diese Dinge mehr oder weniger offen. In Europa beharrt sie auf die Durchsetzung einer Ideologie die sie als alternativlos verkauft und die diese zerstoererischen Gegenkraefte dummerweise vollkommen ignoriert bzw. glaubt diese mit immer rigideren Massnahmen beherschen zu koennen. Das ist ein Irrglaube, der in Korea als solcher durchschaut ist. Ob Pangyo oder die im Artikel angerissenen Ansaetze das Potential haben, den inneren Widerspruch des Kapitalismus, der seinen Ursprung in seinem antreibenden Motiv hat, zu ueberwinden, bleibt abzuwarten. Ich schaetze die Chancen in Korea hoeher ein als in Europa, alleine deswegen, weil man sich in Korea bewegt und in Europa in einer Polarisierung erstarrt. Denn alleine aus Bewegung/Veraenderung kann sich die Chance auf eine zivilisierte Loesung ergeben.

      Viele Gruesse
      Georg

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