Donnerstag, 7. Februar 2013

Endsieg unmoeglich!

In einer sehr anregenden Diskussion ueber die Situation in Spanien und Europa, Ludwig Erhard, Ordoliberalismus und die diesbezuegliche Position von Frau Wagenknecht auf meinem Lieblingsblog Querschuesse, der nun schon ueber viele Jahre sehr erfolgreich ein an Fakten orientiertes Bild der eskalierenden Probleme im zentralen Lebensbereich Wirtschaft darstellt, kam mir folgender Gedanke, den ich mit Ihnen teilen moechte:
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Wenn man die Tendenz dazu, dass Menschen versuchen Menschen auszubeuten als gegeben und unueberwindlich annimmt, dann ist das staendige Bewusstsein aller ueber diesen Sachverhalt eine Notwendigkeit, um diese Tendenz einzudaemmen und permanenter Klassenkampf=Wettbewerb die unausweichliche Konsequenz. Da jeder Kampf / Wettbewerb unter der oben getroffenen Annahme nur zwei Ausgaenge kennt, sollte man die Strukturen in denen und um die dieser Kampf/Wettbewerb stattfindet auf ein menschliches Mass reduzieren, das Niederlagen erlaubt. Tut man dies nicht und laesst die Fettaugen endlos wachsen, dann gibt es keine Siege mehr sondern nur noch eine einzige grosse und endgueltige Niederlage, die die Menschheit als nicht ueberlebensfaehig aus der Evolution aussortiert.


Quelle
Wir befinden uns eindeutig auf dem Weg dorthin, angefuehrt von denen, die erfolgverwoehnt und siegestrunken ihren alten Irrglauben an die Moeglichkeit eines Endsieges nicht aufgeben wollen. Denn das Paradoxe am immer waehrenden Kampf / Wettbewerb Aller um Mehr ist die Tatsache, dass es dieses Streben nach "Mehr" ist, was die Entstehung von Fettaugen antreibt und so dem Wettbewerb letztendlich die Grundlagen entzieht und so direkt in den Zusammenbruch fuehrt. Siehe auch hier.

Sapere Aude!

Georg Trappe

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