Dienstag, 26. März 2013

Die Banken sollen sich selber retten!

Da ist die "Rettung" Zyperns gerade verkuendet und schon sorgt der neue Eurogruppen-Chef Dijsselbloem fuer Unruhe an den "Maerkten".
"Zypern sei ein Modell für den Umgang mit Krisenbanken", soll er gesagt haben.

 Nun ja. So kann man das sehen oder aber auch nicht. Wie auch immer, einige Finanzminister glauben anscheinend der Falle, die ihnen von der selbsternannten fuenften Gewalt gestellt wurde, (verbal) entkommen zu koennen. So meinte Schaeuble ausdruecklich, er sei nicht erpressbar. Dabei ist das Gegenteil schon laengst bewiesen. Auch die Vorstellung, dass sich die Banken selber retten sollen, zeugt von einer gewissen Realitaetsferne und muss als volksverdummendes Getoese eingeordnet werden. Denn ein Hebel funktioniert immer in beide Richtungen. Und das obwohl sie fast immer als unidirektional wirksam verkauft werden.
Der Fall Zypern ist insofern paedagogisch wertvoll. Und das sollte wohl auch so sein, zumindest in der Vorstellung der Finanzminister, die dieses Exempel statuiert haben. Denn die Aufgabe, vor der diese Politiker stehen ist wirklich nicht ganz einfach. Sie wollen den Buergern die Wahrheit vermitteln, ohne dass diese es merken oder gar Konsequenzen daraus ziehen. Letzteres wuerde die Funktionsfaehigkeit des Geldes, die von einer weit und bewusst verbreiteten Illusion abhaengt, moeglicherweise schlagartig zerstoeren. D.h. die Politiker arbeiten an der Aufgabe nicht nur die entstandenen Schaeden auf die Allgemeinheit abzuladen sondern auch die Verantwortung fuer die Entstehung dieser Schaeden an die Buerger weiter zu reichen. Denn am Ende wird man sagen, Du haettest es wissen koennen, dass eine Bank, der Du Dein Geld anvertraust und die in Schwierigkeiten kommt, sich nur dadurch selber retten kann, indem sie Dich enteignet.

Sapere Aude!

Georg Trappe

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