Donnerstag, 9. Mai 2013

Bankenrettung ohne Ende oder die Zerstoerung der Realwirtschaft durch Ignoranz

Man kann sich nur noch wundern angesichts der vollkommen widerspruechlichen und sinnlosen Aktionen der Akteure im Krisenmanagement. Nun macht die Nachricht die Runde, dass die EZB verbriefte Kredite aka ABS der Banken aufkaufen moechte. Also genau jene Art von Papieren, in denen die bei der Geldschoepfung durch die Geschaeftsbanken entstehenden Forderungen verpackt sind und die 2007/2008 die Krise ausgeloest haben. Damals hatten US Banken im grossen Stil sog. besicherte Kredite gebuendelt und verbrieft, um sie dann an Muppets aka Kollegen aus Europa zu verkaufen. Nachdem sich herausstellte, dass diese von den amerikanischen Ratingagenturen oft mit AAA eingestuften Kredite von den amerikanischen Schuldnern nicht mehr bedient werden konnten, galten sie als toxisch, da auch die Verwertung der als Sicherheiten gestellten Immobilien durch einen zusammenbrechenden Immobilienmarkt, wenn ueberhaupt oft nur Bruchteile der nominalen Werte erbrachte. Seitdem ist der Markt fuer diese ABS, MBS, CDO tot.

Quelle

Trotzdem kam es in Deutschland in 2008 zu einem Boom bei den Verbriefungen, denn um die hiesigen Banken zu stuetzen akzeptierte die EZB, wenn auch mit erheblichen Abschlaegen, diese Art von Papieren als Kollateral fuer Kredite der Geschaeftsbanken bei der Zentralbank.
"Trotz der Finanzkrise steuert der europäische Markt für forderungsbesicherte Anleihen (Asset-Backed Securities, ABS) 2008 auf einen Rekord zu. Bereits Anfang November hatten europäische Banken Daten der Citigroup zufolge Kredite im Volumen von rund 500 Mrd. Euro verbrieft, 2007 waren es insgesamt knapp 550 Mrd. Euro. „Bis zum Jahresende werden wir die 2007er Werte sicherlich um etwa 40 bis 50 Mrd. Euro überschritten haben“, sagt Hartmut Bechtold, der Geschäftsführer der deutschen Verbriefungsplattform True Sale International (TSI)."
"Ihren ursprünglichen Zweck erfüllen solche EZB-Verbriefungen aber nicht: Eigentlich sollen Banken durch ABS-Transaktionen Kredite aus ihrer Bilanz entfernen, damit ihr Eigenkapital entlasten und so Raum für neue Darlehen schaffen. Halten Banken die Transaktionen zurück, sichern sie sich zwar Geld von der EZB, doch die Kredite bleiben auf ihrer Bilanz und ihr Eigenkapital wird nicht entlastet."
Erklaerte seinerzeit das Handelsblatt. Weiter hiess es dort:

"Doch gerade dieser Risikotransfer ist für große Geschäftsbanken wichtig. „Ohne diese Transaktionen steigt die Eigenkapital-Auslastung schneller und Banken stoßen bei der Kreditvergabe eher an die regulatorischen Grenzen“, erklärt eine Commerzbank-Sprecherin. Im Zuge der Finanzmarktkrise sind die Anforderungen an die Kapitalausstattung von Banken zudem noch gestiegen. „Beides zusammen kann dazu führen, dass sich Kredite für einzelne Kunden verteuern oder für den einen oder anderen auch knapper werden“, sagt sie."
 D.h. der Kauf von ABS durch die EZB stellt fuer die Geschaeftsbanken einen Risikotransfer hin zur Zentralbank dar. Es ist ein Aktivtausch, in der die Geschaeftsbanken risikobehaftete Kredite gegen eine Forderung bester Bonitaet, naemlich Zentralbankgeld, tauschen. Damit sind dann aus Sicht der Geschaeftsbanken gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Das Risiko ist weg und die Liquiditaet sogar erhoeht. Aus Sicht der Zentralbank aber muss man sich Fragen, was das soll. Zwar ist Liquiditaet bei der EZB kein Thema, aber was passiert mit diesen Krediten, wenn das Risiko eintritt und die Schuldner diese nicht mehr bedienen koennen? Gleichzeitig muss gefragt werden, welche disziplinierende Wirkung die Erhoehung von Eigenkapitalanforderungen entfalten soll, wenn Kreditrisiken gleichzeitig auf diesem Weg an eine oeffentliche Institution entsorgt werden koennen. Und das Problem, dass der viel beschworene Transmissionsmechanismus nicht funktioniert, wird man so auch nicht loesen koennen. Denn wenn man Banken, die durch stark steigende Kreditausfaelle bedroht sind, retten will, dann muss man die Zinsen senken, um das Kreditausfallrisiko fuer die bestehenden Kredite zu senken und gleichzeitig die Kreditvergabestandards erhoehen, um nicht uebermaessig neue Risiken anzulocken. Damit faellt dann aber der behauptete Transmissionsmechanismus aus, der davon ausgeht, dass eine Zinssenkung auch zu einer erhoehten Kreditvergabe und damit Stimulation der Realwirtschaft fuehrt. Wenn dann noch der Staat, Dank amerikanischer Ratingagenturen und einer fehlerhaften Ideologie, als Schuldner ausfaellt, der diesen ausfallenden Transmissionsmechanismus ersetzen koennte, dann geraet man in eine deflationaere Abwaertsspirale, in der trotz niedrigster Zinsen und verschaerfter Kreditvergabestandards die Kreditausfaelle steigen und so der Bankenrettungsprozess zu einem endlosen Drama wird, in dem ganz nebenbei die Realwirtschaft den Bach runter geht.
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Die Ignoranz gegenueber den tieferen Ursachen der Krise  macht so die nicht enden wollende Bankenrettung  zum endgueltigen Killer der Realwirtschaft. Denn wenn man mal die unsichere Zukunft als Motiv zur (exzessiven) Ansammlung von zur Umlauffaehigkeit veredelten Forderungen aka Geld unterstellt, dann faellt auf, dass diejenigen, denen eine solche Risikovorsorge gelingt, ihr Unterfangen dadurch untergraben, indem sie das, was den Geldwert aus macht, damit gleichzeitig verunmoeglichen.  Denn Geld bezieht seinen Wert daraus, dass Schuldner in der Lage und willens sind, ihre Schulden zu bedienen, in dem sie erfolgreich Waren und Leistungen anbieten und dafuer hoffentlich das Geld bekommen, was zur Bedienung der Schulden, also mindestens der Zinszahlungen, erforderlich ist. Wenn nun aber die ueber alle Massen erfolgreichen Risikovorsorger nicht nur das Geld nicht mit der Rate freigeben, wie es die zuvor geschlossenen Kreditvertraege der Schuldner erfordern, sondern sogar weiteres Geld via Zinsen (und Gewinn aus Realgeschaeften) zur Risikovorsorge akkumulieren, dann verlieren die Schuldner zwangslaeufig ihre Faehigkeit die gemachten Schulden zu bedienen und damit verliert das zur Risikovorsorge akkumulierte Geld seinen Wert. Das Ganze verschaerft sich meiner Meinung nach durch Konzentrationsprozesse, die dahingehend wirken, dass erfolgreiche Risikovorsorger=Geldakkumlateure, auch sehr erfolgreiche und damit dominierende Realleister und damit starke Konkurrenten der Schuldner / schuldengetriebenen Leistungsanbieter sind.
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Wenn alles in Truemmern liegt hilft nur die Bank, die den Start vorfinanziert. Die erfolgreichsten Schuldner entschulden sich im Laufe der Zeit und beginnen mit der Risikovorsorge (Akkumlation von Geldvermoegen). Den weniger Erfolgreichen gelingt noch eine Entschuldung aber keine nennenswerte Risikovorsorge und damit muss es zwangslaeufig eine steigende Zahl von Erfolglosen geben, die nicht nur in den Schulden stecken bleiben, sondern in dem Mass wie die Risikovorsorge der Erfolgreichen voranschreitet ihre Faehigkeit zur Schuldenbedienung verlieren. Das aendert man  auch nicht durch die Flucht nach vorne, indem man die Bilanzsumme der Banken immer weiter wachsen laesst. Auch CDS helfen nicht und die  Auffuetterung des Bankeneigenkapitals durch gesteigerte Gewinne aus Zinsdifferenzgeschaeften auch nicht.

Sapere Aude!

Georg Trappe

Kommentare:

  1. Sehr geehrter Herr Trappe,

    das Problem ist, daß man das System am Laufen halten will. Am Einfachsten ist es, wenn es immer aufwärts geht und wenn Rezessionen möglichst nicht vorkommen.

    Der Traum von risikoarmem ständigem Wachstum.

    Mittlererweile glaube ich, daß Wachstum in Schüben abläuft und ein ständiges "Überschießen" und "Unterschießen" beeinhaltet. "Überschießen" bedeutet zu großer Optimismus hinsichtlich der Fähigkeit der Tilgung des Zuwachses der Nettokreditaufnahme. Unterschießen ist die Antwort darauf in Form von zu großer Zurückhaltung diesbezüglich.

    Die Wachstumsschübe können unterschiedliche Gründe haben:
    - technische Entwicklungen
    - Rohstofffunde
    - neue Organisatonsformen
    - neue effizientere Gesellschaftsformen
    - aber auch Veränderungen zwischen Angebot und Nachfrage wie z.B. ein "plötzlich" auftretender höherer Wettbewerb unter Arbeitnehmern (halte ich für die Ursache der Globalisierungsgewinne der letzten 30 Jahre).

    Die Unternehmen versuchen sich diesen Veränderungen über unterschiedliche Wettbewerbsstrategien bestmöglichst anzupassen (Kostenführerschaft, Differenzierung, Fokussierung als Beispiele).

    Solche Wachstumsschübe lassen sich nicht rational durchdringen hinsichtlich ihrer Auswirkungen. Deswegen das Überschießen und Unterschießen. Das Wirtschaftsubjekt als Herdentier mit unvollständiger Information über den Markt.

    Gleichgewichte sind Idealvorstellungen,in denen Märkte in den seltensten Fällen sich befinden. In statischen Zeiten können sie sich eher einstellen als in turbulenten Zeiten (Wachstumsschübe).

    Konjunkturschwankungen sind gemäßigte Ausprägungen dieses "Über- und Unterschießens".

    Können diese Entwicklungen mit den einhergehenden Verwerfungen reduziert werden? Und durch welche Maßnahmen? Ich glaube nur durch höhere Transparenz und Wissenaustausch unter den Wirtschaftssubjekten. Letzten Endes kommt man aber an eine Grenze, den Wissen wird dezentral auf den Märkten erst generiert. Wenn es weitervermittelt wird, dann eben später.

    Helfen Eingriffe des Staates oder der Notenbanken? Ich behaupte, im Regelfall nicht, daß Risiken künstlich aus dem System herausgenommen werden und Investoren "herausgehauen" werden.

    In der Gesamtentwicklung sehe ich keine langfristigen Vermögensgewinnler, wenn immer eine Gruppierung überschießt. D.h. erfolgverwöhnt ungerechtfertigt am Wachstum mitverdient.

    Der Wettbewerb wird früher oder später dazuführen, daß sie Ihrer "Monopol"-Stellungen verlustig gehen werden.

    Was meinen Sie?

    MfG

    Huthmann

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    1. Sehr geehrter Herr Huthmann,

      Sie wissen, das ich von den Gleichgewichtstheorien nichts halte. Ich habe hier im Blog an verschiedenen Stellen dargelegt warum. Das Problem auf ein Ueber- und Unterschiessen um ein Gleichgewicht zu reduzieren, halte ich nicht fuer angemessen. Man kann natuerlich sagen ein Zusammenbruch, und meiner Meinung nach steuern wir Dank einer vollkomme verfehlten Ideologie und Wirtschaftspolitik darauf zu, ist das ultimative Ausraeumen von akkumulierten Konsequenzen aus langjaehrigen, Fehlentwicklungen. Wenn man das so sieht, muss man sich aber auch der Frage stellen, wie konnte es soweit kommen? Ist der Kompass, der behauptet, alles was aus M M' macht ist gut und richtig, also ein brauchbarer Kompass, um einen Weg in eine unsichere Zukunft aufzuzeigen, der der Mehrheit der Menschen dient? Ich behaupte, nein, ganz offensichtlich nicht. Und ein Zusammenbruch mit all seinen Konsquenzen, als Preis fuer einen fehlerhaften Kompass ist mir viel zu hoch.
      Auch die Vorstellung an den "Maerkten" wuerde Wissen generiert, halte ich fuer sehr gewagt, um nicht zu sagen fuer eine unhaltbare Behauptung derer, die den funktionsuntuechtigen Kompass anpreisen. Dazu empfehle ich Ihnen diesen netten Aufsatz:
      http://arxiv.org/pdf/1002.2284v2.pdf
      Und unterstuetzend, fuer den Fall, dass Sie mit P-NP-Problem (noch) nichts anfangen koennen dazu diesen Wiki Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/P-NP-Problem
      http://www.zeit.de/wissen/2010-08/milleniumsproblem-beweis-mathematik

      Viele Gruesse

      Georg Trappe

      Viele Gruesse
      Georg Trappe

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    2. Sehr geehrter Herr Trappe,

      an den Märkten wird Wissen dezentral erzeugt, daß erlebe ich jeden Tag. Wissen über Produkte, Produktionsweisen, Verfahrensweisen, Organisationssysteme, Nachfrageverhalten, Anbieterverhalten, und und und. Anders ausgedrückt: wenn ich mich damit 1 Jahr nicht mehr beschäftigen würde, so fiele ich aus dem Markt als Anbieter.

      Daß man die Theorie rationaler Erwartungen als ein NP-Problem formulieren kann, ist möglich (kenne das aus der Kombinatorischen Optimierung). Unabhängig der Frage, ob man es also "rechnen" kann oder eben nicht: für mich gibt es keine rationalen Erwartungen, wie ich versucht habe zu beschreiben, sondern allenfalls "adaptive".

      Wie auch von SLE angesprochen und davon bin ich aufgrund eigener Erfahrung überzeugt, Wettbewerb auf Märkten diszipliniert seine Teilnehmer und ist gleichzeitig Ursache für Entwicklung.

      Was sind die Ursachen nun dafür, daß der Kompaß funktionsuntüchtig geworden ist - wie Sie sagen - und läßt er sich noch reparieren?

      Ich glaube nicht, daß Märkte und Wettbewerb die Ursachen dafür sind. Eher sind es Bemühungen Wettbewerb zu vermeiden, Risiken künstlich herauszunehmen, der zu risikolosen Gewinnen führt und Vermögensungleichheit schafft. Hierzu zählen natürlich jegliche Art von soziologischen Gruppen wie Arbeitgeber oder auch Arbeitnehmer. Beide Seiten können Kartelle aufbauen (zur Geschichte ganz interessant: Warum Nationen scheitern. Hier wird gut illustriert, daß Machtkartelle prinzipiell ein System zugrunde richten können ("aussaugen") oder Entwicklung möglich ist, wenn man bereit ist Macht zu teilen.

      MfG

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    3. Sehr geehrter Herr Huthmann,

      man kann natuerlich die Koepfe der Menschen, in denen Wissen entsteht, auf dessen Basis wirtschaftliche Entscheidungen fallen, als Markt betrachten. Philip Kotler (Marketing), Al Ries und Jack Trout (Marketing Warfare) tun dies ganz explizit. Wenn man das so sieht, dann ist auch klar, dass die Geschichten mit den effizienten Maerkten=Koepfen und den rein rationalen Erwartungen ins Maerchenbuch gehoeren. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann sind wir uns darueber einig.
      Wenn nun die Koepfe die Maerkte sind, dann stellt sich sofort die Frage, ob diese wie behauptet Marktraeumung anstreben. Und wie man leicht sieht, tun sie das nicht. Jeder Kopf ist mit der Frage beschaeftigt, wie er Ueberschuesse generieren kann. Daraus entsteht Wettbewerb und gleichzeitig das Fettaugensyndrom (Fargione Integral), denn die Faehigkeiten der Koepfe sind ueber Zeit und ueber die Population stark unterschiedlich und der wirtschaftliche Prozess der Ueberschussbildung / Ueberschussakkumlation ist ein multiplikativer Prozess. Damit kommt es ueber Zeit zur Ausbildung extremer Ungleichheit im wirtschaftlichen Potential, das sich in den jeweiligen Bestaenden an Kapital (Sach- und Geldkapital) ausdrueckt.
      Wenn man Maerkte=Koepfe und Wettbewerb sich alleine ueberlaesst, dann entsteht so genau das, was wir erleben. Es kommt zu einem Zyklus von Aufstieg, Stagnation und Zusammenruch. Die einzige Chance diesem Zyklus zu entkommen liegt darin, diesen Zusammenhang zu erkennen und dann eine Entscheidung darueber zu treffen, wieviel Ungleichheit genug Ungleichheit ist. Doch welche Instanz sollte diese Entscheidung treffen und dann auch durch setzen? Die Maerkte=Koepfe in denen Wissen entsteht, das darauf gerichtet ist Ueberschuesse=Ungleichgewichte=Ungleichheit zu erzeugen?
      Viele Gruesse
      Georg Trappe

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    4. Sehr geehrter Herr Trappe,

      ob es eine vollständige Markträumung gibt oder nicht kann ich nicht beantworten. Ich weiß aber aus Erfahrung, daß die Anbieter sehr wohl versuchen, ihre Produktionspläne auf die Nachfrage einzustellen. Das ist existentiell für die Anbieter und die dort handelnden Personen. Insofern hat die Idee (ich wiederhole Idee) eines ideellen Gleichgewichts seine Berechtigung. Je flexibler eine Unternehmung aufgestellt ist, desto eher kann sie angebotstechnisch "nachbessern" (ständiger Soll-Ist-Vergleich der Ausrichtung).

      In dynamischen Märkten geht das natürlich kaum, da das viel schwieriger ist und die Anpassung nur bedingt flexibel ist.

      In ausgeprägten Boom- und Bustmärkten geht das noch schwieriger. Hier "tummeln" sich aber auch teilweise andere Entscheidungsträger, oder werden dort "hingespült". Das sind dann eher Charaktere wie Glücksritter, die hohe Risiken eingehen und dann eben auch die Verluste tragen müssen. Hier haben wir kaum Transparenz im Markt und es kommt zu Herdenverhalten und kollektivem Überschießen und dann Unterschießen der Entwicklung.

      Daß Unternehmen zu ständiger Überschußproduktion tendieren, müssen Sie mir bitte noch erklären. Dito wie das mittel- und langfristig funktionieren soll, wenn Wettbewerb herrscht. Natürlich gibt es Phasen stürmischer Entwicklung (Wachstumsschübe)und da gibt es dann auch nachhaltige Gewinnrealisierung bis der Boom an sein Ende kommt. Anbieter versuchen Wettbewerb auszuschalten, ihre Macht zu konzentrieren und zu sichern. Das geht aber nur bei langanhaltenden Boomphasen. Diese Kartelle gab es und gibt es und müssen reguliert werden (zerschlagen werden). Besser ist es, bereits im Entstehen, gegenzusteuern.

      Also daß ständige im Schnitt positive Renditen eine Kennzeichen von Marktwirtschaft sind, halte ich nicht für richtig. Das müßten Sie bitte nachweisen. Daß ständige im Schnitt positive Renditen zu ungleicher Vermögensverteilung führen, haben Sie ja gezeigt. Aber das ist nicht das Gleiche.

      MfG

      P.S. Wenn Sie über eine Periode und Markt eine Entwicklung von im Schnitt positive Renditen beobachten, dann muß auch analysiert werden, warum das so ist. War das ein Wachstumsschub, gab es externe Eingriffe z.B. von Notenbanken, Staaten mit dem Ziel, diese Entwicklung risikolos zu garantieren?

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  2. Und wenn Sie einen Tip brauchen welches Verhalten welcher Leute den Zusammenbruch bewirken wird, dann lesen Sie mal hier:
    http://fo-panel.de/studien/
    Die Kurzfassung gibt es hier:
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/0,2828,900485,00.html

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