Donnerstag, 19. Dezember 2013

Die Qualitaet deutscher Mainstream Medien. Ein erschreckendes Beispiel

Es ist nicht das erstemal, dass mir dieser Schreiberling unangenehm auffaellt. Er ist mit seinen Artikeln meiner Meinung nach exemplarisch fuer die Qualitaet der Beitraege deutscher Mainstream Medien zur Diskussion der wirtschaftlchen Lage in Europa.
In einem aktuellen Artikel verunglimpft er einen derjenigen, die berechtigte Kritik am Verhalten Deutschlands in der Krise vortragen, als Deutschland Hasser. Dabei versaeumt dieser Schreiberling seine Pflicht tiefer zu recherchieren und ein differenzierteres Bild der Zusammenhaenge zu entwerfen. Statt dessen bringt er in der Manier einer Harzburgerfront 2.0 Deutsche emotional gegen Auslaender in Stellung. Das gipfelt in dem Satz:
"Asselborn schreibt so offenkundigen Unsinn, dass man sich die Mühe ersparen kann, ihn zu widerlegen."
Jean Asselborn schreibt keinen Unsinn und hat leider recht. Allerdings sind es nicht "die Deutschen" die dem Projekt Europa dies antun, sondern es sind wiedereinmal deutsche Banker- und Unternehmereliten, die das Land und die Mehrheit seiner Buerger fuer ihre Interessen missbrauchen. Um das sehen zu koennen reicht das volkswirtschaftliche Wissen des leitenden! Redakteurs des FOCUS Wirtschaftsressort offensichtlich nicht. Ich kann dazu nur sagen, solche denkfaulen, unsachlichen und arbeitsscheuen Redakteure und Medien braucht das Land nicht. Nicht schon wieder!

Sapere Aude!

Georg Trappe

Kommentare:

  1. Tja bleibt die Frage: Sollen wir uns mehr über den Schreiberling oder über die vielfach leider zustimmenden Kommentare zu dem von ihm abgesonderten Schwachsinn aufregen?
    Ich kann mich inzwischen über meine Mitbürger nur noch wundern und hoffen dass ich der Dumme und Unaufgeklärte bin.

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  2. Das ist eine gute Frage. Ich sehe es inzwischen so. Der Mann hat VWL studiert, sollte also in der Lage sein entsprechende Daten zu recherchieren und zu interpretieren. Das tut er nicht. Auch nicht als Leiter des Wirtschaftsressorts des FOCUS. D.h. er wird auch seine Mitarbeiter nicht dazu anhalten sachlich kompetent zu arbeiten. Das ist fuer ein Magazin wie dem FOCUS Magazin schon eine beachtliche Sache. Warum Herr H. Burda als Verleger und Herr Markwort als Herausgeber soetwas vermutlich nicht nur zulassen sondern durch monatliche Gehaltszahlungen unterstuetzen habe ich im Artikel schon angedeutet.
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    Die sog. wirtschaftswissenschaftlichen “Experten”, die die Medien in Krisenzeiten wie die Karnickel aus dem Hut zaubern, erklaeren ja auch sehr “ueberzeugend”, warum es sinnvoll ist, den Guertel immer enger zu schnallen und die Wettbewerbsfaehigkeit um jeden Preis zu erhoehen. Und wer diese “ueberzeugenden” Erklaerungen nicht glaubt und sich auf die Suche macht, hat es nicht leicht. Wenn er Glueck hat findet er einen Blog wie Querschuesse. Aber selbst dort angesichts einer ueberwaeltigenden auf Fakten beruhenden Beweislage, wird immer wieder versucht Nebelkerzen zu zuenden oder zu verwaessern (nicht v. Autor).
    Man muss schon sehr tief einsteigen, um sich in die Lage zu versetzen, die Spreu vom Weizen trennen zu koennen. Die Propaganda Windmuehlen der Oligarchen und ihrer Dienstleister sind leider sehr maechtig. Und die Dreistigkeit, mit der immer wieder der gleiche Stuss vorgetragen wird, ist kaum zu uebertreffen. Viele haben leider nicht die Zeit und Energie gegen diesen Strom anzuschwimmen. Und das ist offensichtlich Teil des Kalkuels.
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    Aber gegen den Strom zu schwimmen, kann zumindest streckenweise Spass machen. Ich habe dabei immer viel gelernt. Auch ueber meine Mitmenschen die mir dabei entgegen kamen.

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