Montag, 16. Dezember 2013

Ein genialer Setup

Unter der Ueberschrift: "Deutschland: Zahlungsbilanz Oktober 2013" zeigt der faktenbasierte Wirtschaftsblog Querschuesse in unnachahmlicher Klarheit und mit dem ihm eigenen Understatement einen Sachverhalt auf, der die Wirtschaft des Landes zur Melkkuh fuer einige wenige macht.




Der Artikel endet mit dem treffenden Fazit:
"Nochmal 10 Jahre exzessive deutsche Exportüberschüsse werden ausgelutschte und überschuldete Volkswirtschaften und die finanzierenden, intermediären Bankensysteme nicht überleben und Staaten im Dauerrettungsmodus auch nicht. Es ist allerhöchste Zeit die deutsche Binnennachfrage anzukurbeln, Konsum und Investitionen, die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen (Schulen, Straßen, Brücken, Schienen usw.) und die Arbeitnehmer an dem Erfolg der deutschen Volkswirtschaft partizipieren zu lassen (Lohnerhöhungen) statt weiter Forderungen gegen die übrige Welt zu akkumulieren."

So ist es!  Denn dies ist ein "absolut genialer" Setup. Denn wenn diejenigen, die die Kredite vergeben, dann noch “too big to fail” sind, und vom verhassten Staat ohne Wenn und Aber herausgehauen werden, wenn mal was anbrennt, dann ist das ein Konstrukt, in dem Eigentuemer von (Export-)Firmen und Banker nur gewinnen koennen.
Schoen also, dass die deutsche Belegschaft so “vernuenftig” ist, und durch jahrzehntelangen Verzicht auf Reallohnsteigerungen und eine absolut verlaessliche Wahl der politischen Parteien, die fuer “Mitte", “Vernunft”, “Ausgewogenheit” und “dritte Wege” stehen, diese “Erfolgsgeschichte” ermoeglichen. Und sollte sie mal in Schwierigkeiten geraten, dann weiss man ja, dass es die boesen Auslaender waren, die ihre Kredite nicht zurueckzahlen. Diejenigen, die auch nach der 1800sten Milliarde noch weiter Kredit vergeben, obwohl schon 700 Mrd. abgeschrieben werden mussten, trifft, da es sich dabei um deutschen Banker- und Unternehmeradel handelt, auf keinen Fall eine Schuld. Und das Ganze wird mit Hilfe von Medien und sog. Wirtschaftswissenschaftlern in endlosen Debatten derart vernebelt, dass kaum einer mitbekommt, wie der Hase laeuft.

Sapere Aude!

Georg Trappe

Kommentare:

  1. So sieht es aus! Besser kann man die Situation gar nicht darstellen.

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    1. Vielen Dank fuer das Lob. Ich gebe das gerne weiter an Steffen Bogs, dem Betreiber des Blogs Querschuesse. Ich versuche nur die Botschaft etwas weiter unter die leute zu bringen. Er hat die Daten zusammengetragen und aufbereitet. Bei Ihm gibt es noch einiges mehr zu entdecken. Ein Probeabo fuer 5 oder besser 10 Euro ist es alle mal wert.
      -
      Und wenn Sie sich fuer das globale Ausmass und die vermutlich treibenden Kraefte interessieren, dann sind Sie herzlich eingeladen sich hier noch etwas weiter umzusehen:
      http://georgtsapereaude.blogspot.de/2013/12/secular-stagnation-or-just-another.html
      http://fettaugensyndrom.blogspot.com/
      Und machen Sie kein Geheimnis draus ;-).

      Viele Gruesse

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