Freitag, 13. Februar 2015

Die Rolle der Banken in den sog. Wirtschaftswissenschaften


Steve Keen legt mal wieder den Finger in die Wunde. Es ist unglaublich, mit welcher Sturheit von Krugman und Co an einer unhaltbaren Theorie festgehalten wird. Immerhin hat es inzwischen eine Veroeffentlichung der Bank of England gegeben, die Steve Keens Sichtweise zu 100% bestaetigt. Und auch in den Publikationen anderer Zentralbanken (z.B. BUBA) findet man Steve Keens Sichtweise bestaetigt. Weiterhin hat Richard Werner in einem Experiment die Richtigkeit der Sichweise von Steve Keen ueberprueft und bestaetigt. All das wird aber weiterhin von Oekonomen wie Krugman ignoriert. Das ist schon sehr erstaunlich. Insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass sich eine hohe Anzahl wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeter Oekonomen auf den Gehaltslisten der Banken wiederfindet.
Sapere Aude!
GeorgTrappe

Kommentare:

  1. Es ist traurig, dass es darüber nicht öffentlich diskutiert wird, sondern mit der Macht der herrschenden Meinung in gewissem Sinne der Mantel des Schweigens drüber gestülpt wird. Aber Glaubenssätze wurden schon immer bis aufs Messer verteidigt. Fehler eingestehen zeugt eigentlich von Größe, nur versuchen die Meisten Konflikten aus dem Weg zu gehen. Widersprüche werden in Kauf genommen, aber so gut es geht ignoriert. Die Kommentare unter Keens Beitrag gehen leider auch weit auseinander. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig...

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    1. Danke fuer den Hinweis auf die Kommentare unter Steve Keens Artikel. Es sind schon einige interessante dabei.
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      Ebenfalls interessant ist, dass es niemanden zu stoeren scheint, wenn Banken in nahezu unbeschraenkter Form darueber frei entscheiden koennen, wer, wann, wofuer und zu welchen Konditionen Geld bekommt.
      Wenn Banken z.B. bevorzugt an Aktienmarkt Spekulanten Kredit vergeben, dann haben wir einen Boersenboom ohne realwirtschaftliche Grundlage und wenn Banken lieber an Haeuslebauer Kredit geben, deren Jobs gerade nach China transferiert werden, dann pumpt sich eben eine "Housing Bubble" auf. Und wenn es ganze Volkswirtschaften sind, z.B. Asienkrise, oder ganze Industriezweige, z.B. dotcom Blase, in die diese Abrissbirne einschlaegt, interessiert es offenbar auch keinen, wer dahinter steckt und mit Abstand das groesste Potential und Interesse hat solche "Runs" in Bewegung zu setzen. Das da auch immer "Peer to Peer Investoren" dabei sind, die gewoehnlich ihr Eigenkapital per Kredit hebeln, aendert doch nichts an der grundsaetzlichen Quelle / Ursache solcher letztendlich extrem destruktiver Exzesse.
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      Aber wem sag ich das. Sie wissen es ja schon.

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    2. Hier noch ein Beispiel fuer "Peer to Peer Investoren".
      http://www.zeit.de/2015/05/john-taylor-euro-kritiker-pleite

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  2. Hallo Georg, danke für den Hinweis auf Krysmanski Ringmodell - der Link geht mir nicht auf, aber die Übersichtsseite schaut schon recht interessant aus: http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/globalss11-psr.htm - und passt ja auch hier zur Thematik wieder ganz gut. Liebe Grüße Christoph

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  3. Hallo Christoph,

    ersteinmal vielen Dank fuer Ihre interessanten und gut erklaerenden Artikel auf Querschuesse. Tut mir leid, wenn der im Kommentar eingefuegte Link nicht sauber funktioniert. Ist im Moment von hier aus nicht genau nachvollziehbar warum nicht. Aber Sie haben ja schon eine Uebersichtsseite gefunden, die ebenfalls auf den Text und die Schaubilder verlinkt. Dort ist der erste Einfuehrungstext:
    http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/psr2/psr-ringmodell.htm
    Ich habe diese Seite nun nicht Wort fuer Wort verglichen, es kann also sein, das sie leicht durch Ueberarbeitungen auseinander gelaufen sind.
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    Krysmanskis Arbeit hat mir dabei geholfen bestimmte Strukturen und Funktionszusammenhaenge besser zu erkennen und zu verstehen. Seine Begriffe sind zwar fuer den Geschmack eines Ing. manchmal etwas unscharf oder auch zu blumig / aufreisserisch, aber nachdem ich das fuer mich etwas eingedampft hatte, blieb ein fuer die weitere analytische Arbeit doch sehr brauchbares Skelett uebrig.
    Alleine die Aufteilung in die Funktionen, Verwertung, Verteilung, Kommunikation der Verwertungs- und Verteilungsergebnisse inkl. theoretischem Ueberbau (Warum so und nicht anders), hilft etwas Ordnung in die Komplexitaeten und die oft auch sehr fragmentierten Einblicke in das Treiben unserer Eliten zu bringen.

    Viele Gruesse
    Georg

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  4. Hallo Georg, danke ihnen/dir für dein/ihr bereicherndes Engagement gegen die prekären Konzentrazionsprozesse und ihre fruchtbaren Diskussionsbeiträge auf Querschuesse. Zwar nur am Rande aber vermutlich doch auch zu Kryzmanskis Ringmodellen evtl. ergänzend interessant - hinsichtlich der Dynamiken aus impliziter sozialer (propagierter) Unordnung und Strukturlosigkeit in Systemen: http://www.open-mind.at/index.php/Rangdynamik_/_TEAM sowie funktionaler bzw. dysfunktionaler Leitmetapher(n) in Business-Systemen: http://www.open-mind.at/index.php/Die_%22Operating-Metaphor%22_im_Unternehmen
    Auf den ersten Blick ein ganz anderer Bereich, schätze aber, dass sie als systemischer Denker, etwas damit anfangen können - würde mich freuen.
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Christoph

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