Sonntag, 26. April 2015

Griechenland & Co. und andere Probleme

Herr Reinhard Peda, ein Leser meines Blogs, bat mich vor ein paar Wochen folgenden Aufsatz fuer ihn an dieser Stelle der Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen.
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Ich gehe erst mal zurück in die Vergangenheit und dann wieder zur Gegenwart.

                                                           Sättigungsgrad

Nach dem Ende des verheerenden zweiten Weltkriegs funktionierte das alleinige Geldschöpfungsmonopol der Banken. Investitionen erfolgten vorwiegend über Kreditvergabe der Banken. Hinzu kam, das Gewinne aus den Investitionen problemlos in weitere Projekte gesteckt werden konnte. Durch Investitionen steigt seitens der Unternehmer auch die Nachfrage nach Arbeitszeitanbietern. Arbeitslosigkeit sinkt, Massenkaufkraft steigt, was dann wiederum ein positives Umfeld für weitere Investitionen schafft. Praktisch ein sich selbstverstärkendes Wirtschaftswachstum aus dem Zusammenspiel von Kreditvergabe, Investitionen und Zunahme der Massenkaufkraft.
Nun erreicht jedes Produkt, unabhängig davon ob es auch exportiert wird, am Markt seinen Sättigungsgrad! Nun brauchen die Unternehmer nur noch soviel Arbeitszeitanbieter, um die Produktion nahe dem Sättigkeitsgrad des Produktes aufrecht zu erhalten. Kommt es dann zu Proktivitätsteigerungen für dieses Produkt, wird der Unternehmer, Arbeitszeitanbieter entlassen. Dann sinkt langsam aber sicher auch die Massenkaufkraft der Arbeitszeitanbieter, der Sättingungsgrad von Produkten wird immer schneller erreicht. Das selbst verstärkende Wirtschaftswachstum wandelt sich immer schneller werdend, ins Gegenteil um.
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Fast jeder hat mal von diesem "segensreichen" Konzern und dessen Besitzer gehört, gelesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Standard_Oil_Company
Wenn Sie sich im Link mal mit diesem Politker (Theodore Roosevelt) beschäftigen? Besonders mit seiner Rolle für die Arbeitnehmerschaft! Dazu ein weiterer Link von einem anderen Politiker:
http://de.wikipedia.org/wiki/Franklin_D._Roosevelt
Und dem New Deal:
http://de.wikipedia.org/wiki/New_Deal
Irgendwie Komisch oder nicht? Alle heutigen wirtschaftlichen Probleme sind in der Vergangenheit schon mal passiert, und mehr oder weniger gelöst worden, bis auf das Problem der Geldschöpfung durch die Banken.
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Internationaler Handel
Dazu ein Blick zu den Geflügelbauern in Afrika, und wieder zurück, zur heutigen Situation:
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/astuecke/122605/index.html
http://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2012/Niemann-Haehnchen.pdf
https://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/oekologie/fleischatlas2013_s3637_WEB.pdf
Egal ob Importe, Verschuldung von Staat oder Bürgern im Ausland, und erfolgreichen Investitionen von Ausländern im Inland. All dies führt zum Kapitalabfluß aus einem Staat.
Will ein Staat diesen Kapitalabfluß umkehren um seine Auslandsschulden zu bezahlen, dann kann dies nur durch verringerung von Importen geschehen. Des weiteren sollten die meisten Investitionen, nur duch eigene Staatsbürger durchgeführt werden. Jeder Staat muss für sich entscheiden, welche Importe sind wichtig für das Wirtschaftliche funktionieren meines Staates.
Nun ein Blick auf die WTO:
http://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/Handelspolitik/wto.html
In Afrika und vielen weiteren Teilen der Welt, ist der Dollar, eingeschränkt auch andere Währungen, das einzig anerkannte Zahlungsmittel im Welthandel!
Wenn ich mit den Zielen der WTO befasse, lese ich nur, das im wesentlichen Handelbeschränkungen abgebaut werden sollen. Also ich kenne noch ein EUROPA, wo durch abwertung der Landeswährung versucht wurde, seine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel wieder herzustellen. Hat auf Dauer zwar auch nicht funktioniert, aber diese" Lösung" steht den afrikanischen Ländern und anderswo in der Welt, eben nicht zur verfügung. Zölle, um der heimischen Wirtschaft Zeit zu geben, um eventuell seine Wettbewerbsfähigkeit wieder zu erlangen, sollen aber auch nicht sein. Investitionen von ausländischen Konzernen in diesen Staaten beschäftigen sich im wesentlichen, um beschaffung von günstigen Rohstoffen, und eben nicht darum, durch Technologietransfer die Wettbewerbsfähigkeit dort wieder herzustellen.
In Europa beklagen wir die negativen Auswirkungen durch Einführung des EUROS zwischen den Staaten samt seiner Bevölkerung. In den meisten Staaten dieser Welt ist der EURO schon längst indirekt eingeführt, nennt sich halt DOLLAR!
Ja es ist Richtig. Wir befinden uns in einem Krieg, wo die Staaten zur Beute geworden sind, und die Völker in Haftung genommen werden. Es ist der Krieg zwischen Arm und Reich, wie auch dieser Mann meint:
http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-289509.html
http://gutezitate.com/zitat/172192

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                                                           Vom Reichtum.

Den Millionären und Milliardären sollen ja cirka 50 - 60 oder mehr % der Welt gehören.
Politiker Quasseln ja immer davon, "Wir brauchen mehr Wachstum und 2 % Inflation"! Und alle haben Angst vor Deflation. Hängt mit dem jetzigen Schuldgeldsystem zusammen. Bei Deflation steigt (Real - Kaufkraftmässig) die Schuldenlast an, auch ohne weitere Kreditaufnahme. Bei Inflation sinkt Sie.
Inflation können die Politiker sofort haben. Sie brauchen nur (Weltweit?) beschliessen, das alle Einkommen von abhängig Beschäftigten, an einem bestimmten Tag verdoppelt werden. Und schon verringert sich die Schuldenlast, leider auch die Geldguthaben zur Altersvorsorge. Berücksichtigen Sie dabei, das sich das meiste Geld am Tag X, in den Händen der kleinen Leute befindet! Mehr reale Kaufkraft wird dabei nicht erzielt, weil die Unternehmen ihre Preise an die Inflationrate anpassen werden.
Diese Rede kennen Sie noch?
http://www.gewerkschaft-von-unten.de/Rede_Davos.pdf
Umgesetzt von SPD und Grünen. Inflation über Lohnerhöhungen nicht erwünscht, daher was anderes. Ganz aktuell das Anleiheprogramm der EZB.
http://www.welt.de/wirtschaft/article138207084/So-schleust-die-EZB-Milliarden-ins-Finanzsystem.html
Ich Formuliere das Programm mal so: Inflation kann auch über Preiserhöhungen (Die Reichen wollen ja nicht Ärmer werden) generiert werden, alle anderen die Ihre Preise nicht erhöhen können, werden enteignet!
Bleibt noch das Wachstum.
Kennen Sie einen Flecken Erde, der ohne Besitzer ist? Wenn nicht, kann Wachstum (Reichtum) im anhäufen von Land, nur über den Verlust von anderen Landbesitzern generiert werden.
Einigen wird dieses Theorem bekannt sein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mackenroth-These
Und damit dieser Satz auch von allen verstanden werden kann, ergänze ich Ihn um ein theoretisches Wirtschaftsmodell:
Stellen Sie sich vor, einem Menschen, nennen wir Ihn Albert, gehören alle relevanten Sachwerte, wozu auch die Banken gehören, zum erzielen von Einkommen (Gewinn), auf diesem Planeten. Wenn dem Albert das alles gehört, ist weiteres Wachstum dadurch für ihn, nicht mehr möglich! Bleibt noch das Wachstum über Geldvermögen. Kann das Funktionieren für Albert, der schon alle relevanten Sachwerte besitzt?
Nun wird Albert mit seinem Besitz immer Einkommen erzielen, unabhängig davon, ob das eine oder andere Produkt nicht nachgefragt wird. Höhere Nachfrage bei einem Produkt erfordert neue Investitionen. Geringere Nachfrage - Einstellung von Investitionen in diesem Bereich. Notwendige Investitionen zum Betrieb für alle Bereiche bleiben davon unberührt.
http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/investitionsarten/investitionsarten.htm
Egal wie auch immer, das Geld vom Markt wandert aufs Konto von Albert. Wenn der Markt aber kein Geld mehr hat, kann Albert nichts mehr Verkaufen! Damit Albert weiterhin gute Geschäfte machen kann hat Er die Möglichkeit, dem Markt sein überschüssiges Geld, als Kredit wieder zur verfügung zu stellen. Oder der Markt holt sich das Geld als Kredit von den Banken, das kann Albert erstmal egal sein, weil die Ihm ja auch gehören. Und nun geschieht scheinbar etwas Seltsames. In dem Moment, wo Albert sein Geldeinkommen über Zinseinnehmen der Kreditvergabe steigert, verringert Er seine Geldeinkommen über den Verkauf seiner produzierten Produkte.
Wenn einem Markt dauerhaft Geld entzogen wird sinkt die Nachfrage nach Produkten. Folge steigende Arbeitslosigkeit samt weiter schrumpfender Nachfrage. Stichwort - Sättigungsgrad! Wie auch aktuell bei Griechenland beobachet werden kann. Die Möglichkeiten der Staaten den Gewinn von Albert über höhere Steuern wegzubesteuern ist durch verfassungsrechtliche Hürden Grenzen gesetzt.  Im übrigen kann Albert durch Preiserhöhung gegensteuern.
Ist ja nur ein Modell werden einige sagen. Stimmt.
Ob Albert die Welt gehört oder den Milliardären, Millionären und den weiteren oberen 10 % plus X, ändert nichts an der Tatsache, das Kaufkraft am Markt von Arm nach Reich wandert, und von diesen Reichen nicht ersetzt wird.
"Der Reichtum einer Nation ist nicht dadurch zu Definieren, das aus Millionären Milliardäre werden, sondern dadurch, das die Massenkaufkraft des jeweiligen Volkes ansteigt, ohne das dies durch Schuldenaufnahme, des betreffenden Staates geschieht." Eigenes Zitat.
Die meisten Menschen gehören zu den Massenkaufkraftbesitzern. Denen brauch ich auch nicht erklären, das schon seit längerer Zeit, die eigene Persönliche reale Kaufkraft, immer weiter entwertet wird.
Ein alternativloses "Weiter So", und alle landen in der Armut.
Erinnern Sie sich noch an den Sättigungsgrad? Betrachten Sie die Massenkaufkraft als eine variable Größe. Nach einem Krieg wächst diese an. Das Ansteigen verlangsamt sich im laufe der Zeit und kehrt sich dann ins gegenteil um. Wenn Albert einen Teil von seinen Gewinnen nimmt um sich ein gutes Leben zu leisten, und alle weiteren Gewinne den Massenkaufkraftbesitzern wieder zurück gibt, dann ist der Massenkaufkraftverlust aufgehoben. Diesen Weg gibt es in der heutigen realen Wirtschaftwelt eben Nicht! Daher wird das Schrumpfen der Massenkaufkraft unverhindert weitergehen. Die scheinbaren Sieger im Wirtschaftskrieg untereinander werden versuchen ihre Positionen mit allen Mitteln, durch Verschlechterungen von Arbeitsbedingungen, Bezahlung usw., zu verteidigen, um letztendlich doch zu scheitern.    
Wie der Massenkaufkraftverlust anders aufgehoben werden kann, können Sie in dem älteren Gastbeitrag, derauch hier Veröffentlich worden ist, Lesen.
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Einige Staaten versuchen ihren Hals als "Exportweltmeister" aus der Schlinge zu ziehen. Klappt nur bis die Importeure reihum Pleite sind. Und sich mit steigender Verschuldung auch zum Exporteur zu mutieren, klappt igendwie auch nicht. Am besten geht es noch Staaten mit noch ausreichenden Rohstoffen. Nur den Völkern dieser Welt geht es schleichend immer Schlechter.
Wer kennt sie nicht, die international "Wohltätigen" Konzerne, die ihre Steuern gerne dort bezahlen, wo möglichst wenig anfällt. Wer genauer hinschaut stellt fest, das viele dieser Konzerne ihre Produkte bestenfalls noch in eigenen Fabriken zusammenbauen. Ansonsten werden die Produkte gleich komplett am billigsten Standort, der in der Welt gefunden wurde, hergestellt. Und da ist Sie wieder, die Wohltätigkeit bei Umweltschutz, Arbeitsplatzbedingungen und sonstigen menschenfreundlichen Standarts, durchgesetzt von diesen Konzernen.
Also, ich kann mir nicht einen nationalen Hersteller vorstellen, der auch nur die geringste Chance hat, gegenüber diesen Konzernen auch nur ansatzweise Konkurrenzfähig zu werden. Nationale Hersteller gibt es nur noch, weil das Geschäftsmodell zu wenig Gewinn abwirft, oder durch Patente geschützt ist.
In der Vergangenheit wurde die Standard Oil Company von den USA "zerschlagen". Das selbe werden Sie auch mit den International tätigen Konzernen machen müssen. Im Rahmen von ausgeglichenen Handelsbilanzen, und steigerungen bei der Massenkaufkraft, werden auch wieder Nationale Anbieter (Unternehmen) die Luft zum Atmen (Investieren) bekommen!
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Dank der alternativlosen Politik unserer "Mutti" und der Dankbaren Unterstützung unseres "Engels" Gabriel soll ja Ceta, TTIP und Tisa kommen. Da ich nun immer noch Lebe und keinerlei Angst vor Politikern jeglicher Farbenlehre habe, wurden die Politiker des Bundestages über den Umweg, einreichen einer Petition, Informiert, das ich die Umsetzung von Ceta, TTIP und Tisa für Hochverrat halte. Und auch, das ich mir meine Demokratie von den Politikern zurückholen werde.
Wie die PKW-Maut scheint auch CETA schon in trockenen Tüchern zu sein. Ansonsten kann ich mir dieses nicht Vorstellen:
http://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/warren-buffett-will-in-deutschland-weiter-zukaufen-a-1020353.html
Ohne CETA usw., welche nur die Eigentumverhältnisse von internationalen Globalplayern (Konzeren) absichern sollen, und damit Zukunftslösungen verhindert werden. Da passt auch dieses ins Spiel:
http://europoly.tagesspiegel.de/
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Noch bin ich ein Einzelkämpfer und brauche mich nicht vor meinen Nachkommen zu Rechtfertigen, warum Sie keinerlei Zukunft haben. Habe ich hier ja Erklärt.
Ich erkenne ein Totalversagen fast aller politischen Entscheider auf dieser Welt, egal ob diese als Diktatoren, religiöse Führer, Demokraten oder sonstwas daherkommen.
Ganz Klar für mich ist, wir brauchen eine neue Weltwirtschaftsordnung. Revolutionen enden auch nur in Bürgerkriegen. Der Zusammenbruch der Realwirtschaft dabei wäre allein damit auch schon Vorprogammiert. Bleibt mir nur Einfluß auf die Demokratien zu nehmen, um alle anderen kann ich mich im Anschluss kümmern.
Wenn Sie mich bei meinen Anliegen Unterstützen wollen? !
Leiten Sie beide Gastbeiträge von mir, an alle Politiker die in Ihrem Namen entscheiden weiter, und verlangen eine begründete Stellungnahme dazu. Machen Sie den Gewählten klar, das die Stellungnahme und zukünftige Entscheidungen von Politikern Ihr Wahlverhalten beeinflussen wird. Das betrifft alle Politiker des Bundestages, Ihres entsprechenden Bundeslandes bis hinunter zur kleinsten politischen Einheit. Die Politiker vor Ort gehören fast alle einer Partei an, und wenn die Merken das Sie ihr Amt verlieren könnten, wird dies auch Diskussionen innerhalb der Parteinen auslösen. Dieses Vorgehen sollte auch für Demokratien in anderen Staaten geeignet sein. Übersetzen, weiterverbreiten, ist von mir erlaubt.
Die für mich andere angenehmere Möglichkeit ist. In Werl gibt es die:
WP! – Ratsfraktion der Wallfahrtsstadt Werl
Wie auch woanders in Deutschland, gibt es die sogenannte Bürgerparteien, die oft auch hervorragende politische Arbeit leisten. Niemand hindert Sie daran, diese mal zu Wählen.
Ich mache mir nichts vor, es geht darum:
http://de.wikipedia.org/wiki/Repr%C3%A4sentative_Demokratie
Die altbekannten Parteien sind nun mal von Interessenvertretern jeglicher Coleur durchseucht. Entscheidungen zum Wohle des Soveräns, kennen Sie welche?
Daher meine weitere Forderung. Alle zukünftigen Gesetze können nur Gesetzeskraft erlangen, wenn Sie durch einfache Mehrheit des Soveräns bestätigt werden!
Und nur diese Parteien, welche diese Forderung umsetzen werden, sollten Sie Wählen. Dann sind Sie auch kein Stimmvieh mehr. Ob die jetzigen Parteien dazu bereit sind?
Nach Werl komme ich Umsonst und stelle mich noch offenen Fragen. Von allen anderen möchte ich zumindest meine Unkosten erstattet haben. Bin auch nur ein armer Rentner. Das Rauchen sollte mir ermöglicht werden.

Mfg Reinhard Peda



Nachtrag:
Was den Wettbewerb der Firmen untereinander angeht? Zu den Siegern werden alle Firmen gehören, welche bei gleichen Anfangsvoraussetzungen, in den Kosteneinsparungen vorne liegen. Üblicherweise Einsparungen von Steuern und Lohnkosten. Einsparungen bei Lohnkosten, und auch höhere Steuerbelastungen für Rentner und Lohnempfängern verringern die reale Massenkaufkraft. Im Moment befindet sich die Weltwirtschaft auf dem absteigenden Ast, im gleichklang mit der schrumpfenden realen Massenkaufkraft. Unternehmen werden nicht freiwillig den schrumpfenden Markt verlassen, und da wird auch nichts über das Notwendige hinaus Investiert. Zunehmen werden die Sauereien gegenüber Mitarbeitern und Umwelt, um als Unternehmen, möglichst lange im Spiel zu bleiben. Verschuldeten Unternehmen am Markt wird es immer schwieriger werden, Kreditrückzahlung zu gewährleisten, und Zinsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen. Mit den bekannten Folgen für die Banken, mit Abschreibungen beim Eigenkapital und Einschränkungen bei gewährung neuer Kreditlinien, selbst für gute Schuldner, samt "Rettungsmaßnahmen" seitens der Staaten für die Banken! nichts anderes ist das Aufkaufprogramm der EZB:
http://www.heute.de/ezb-wirtschaft-ankurbeln-mit-millarden-kauf-von-staatsanleihen-36698732.html
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Das nächste Problem wird im folgenden Link beschrieben:
http://www.fr-online.de/wirtschaft/maechtige-konzerne-147-unternehmen-kontrollieren-die-welt,1472780,11055250.html
Man darf sich Fragen, warum gerade jetzt unbedingt CETA, TTIP und Tisa umgesetzt werden soll? Die Rolle der jetzigen Entscheidungsträger (Politiker) lass ich mal Unkommentiert.
Gegen diese geballte Markt- und Finanzkraft können nationale Familienunternehmer, und sogar ganze Staaten nicht konkurieren.
Ein weiter so wie jetzt und der Zusammenbruch der Weltwirtschaft wird unweigerlich kommen!
Die Besitzer der 147 Unternehmen werden einen schon einen Plan haben. Übersetzt, wie mache ich mir die Welt auf ewig Untertan. Ich weis auch nicht, wie die Wertschöpfungsketten dieser Unternehmen organisiert sind. Wer war noch mal für die Geldschöpfung aus dem Nichts und die Kreditvergabe zuständig? Könnte es sein, das sich nach dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft die Besitzverhältnisse der nationalen Familienunternehmer und anderen, zu den 147 Unternehmen verlagert, und überflüssige gleich vom Markt genommen werden?

Freitag, 17. April 2015

Economists (like Paul Krugman) are like babes in the wood

During a recent conference in Brussels Paul Krugman gave an interesting insight in his thinking about the impact of inequality on current economic developments.

 Source

While I agree with most of his points, I am wondering why he considers inequality only a political risk and not! an economic issue. He seems to be so obsessed with the common equilibrium kind of economic thinking, that he can't see that inequality is a clear symptom of a systems out of equilibrium and that an ever increasing inequality is a typical symptom of a system that is driven out of equilibrium by a process that uses a continous flow of energy/work to build and maintain a hierarchical structure. He obviously never questioned the base of equilibrium theories and never asked the question, how is inequality created in an economic system and what process drives it to increase further and further until things break. When I asked my self that question, I came across the work of Fargione et al.. And while Fargione et al. were writing about enterpreneurs, I just generalized that finding and found out that inequality develops out of a very basic economic behaviour almost everyone applies every day when he/she engages in economic activity.

Only three very basic things have to be valid to generate an ever increasing inequality.

1.) Humans are capable/productiv enough to generate a surplus.
2.) Humans reinvest this surplus continously to increase their productivity in an aim to improve the (material) future for them self and their children.
3.) The success/returns of these reinvestments vary over population and time (for the purpose of a model in a random fashion).

As long as these three points are valid, inequality increases and the rate of increase is determined by  the variance of the returns. Large variances generate high increasing rates, low variances (= a more homogeneus growth over population and time) reduce the rate with which inequality rises.
So inequality has its roots in very basic economic behaviour as long as these three things are valid. And as long as that is not recognized the economic and political problems that are a direct result out of that ever increasing inequality will also increase until things break.
But such a view appears to be way to far out  for economists stucked in equilibrium theories. And they will never get it, when they never ask the question:
What economic process generates and drives inequality = disequilibrium?

Sapere Aude!

Georg Trappe

Freitag, 10. April 2015

The living on the expense of others glut

In a recent post Ben Bernanke points to the serious problem of constant german trade surplus, which leads to escalating imbalances of cumulated current accounts with a savings glut on one side and unsustainable indebtnes on the other side. While I agree on the destructive consequences of this development with Ben, I like to point out that only money that got created (by the banks) beforehand can be saved. So the savings glut follows an excessive money creation by the banking system. The savings glut, Ben Bernanke complains about, is a direct consequence of excessive money creation by the banks.

Quelle
The tendency of banks to expand their balance sheets, to increase the base of which they generate their income by interest differentials, is driving the level of debts and with that as a direct consequence the level of savings. The US banking system is doing this like nuts for decades now and the US as whole is living on the expense of others by trading the so generated IOUs for all kinds of goods like german luxury cars, japanese high quality products, chinese products and oil. The US is doing that with 88 of their trading "partners" and is in the meantime not only unwilling but unable to deliver real goods in return for this hughe cumulated pile of IOUs aka US$ and US$ nominated (triple A rated!) papers.
While it is certainly a stupidity on the german side to accumulate such amounts of IOUs from someone who is obviously unwilling and unable to deliver real stuff in return, it is the US who enforced the acceptance and savings of US$ all over the place by pushing a so called "Washington consensus" in their own narrow interest.

Quelle

By the way, the problem created by banks and powerful elites is very obvious on the level of economies, but it also exists inside every economy, where firms and people are forced to accept money created by banks for labour and real things, which end up highly concentrated in the hands of a few (very powerful). The global economy is not a level playing field nor is a single economy a level playing field. There is always a gradient of power which drives imbalances between economies but also inside economies to escalate.
Equilibrium is the pipedream of economists intended to hide this simple fact.

Quelle
And the banking system is instrumental to create that gradient and to increase its steepnes over time (until things break) and is making an enormous business out of this madness.

Sapere Aude!

GeorgTrappe

Sonntag, 5. April 2015

Sparen = Nichtinvestieren

Eine der fatalsten Verdrehungen der sog. Wirtschaftswissenschaften lautet I=S. Dies in Verbindung mit der Tatsache, dass die sog. Wirtschaftswissenschaften die Funktionsweise von Banken (angeblich?) nicht verstanden haben und falsch abbilden, indem sie behaupten Banken würden Ersparnisse von Sparern an Kreditnehmer weiter reichen, hat verheerende Folgen für die Wirtschaft. Ich werde Ihnen im folgenden aufzeigen warum.

Quelle
Banken kreieren im Zuge der Kreditvergabe Geld. Dieses Geld, einmal kreiert und in "Umlauf" (das Märchen vom "Geldkreislauf" ist ein weiteres Element in dem fatal falschen Bild der sog. Wirtschaftswissenschaften) gebracht, kann von seinem Eigentümer nach Belieben genutzt werden. Es kann in realwirtschaftliche Transaktionen fließen, es kann in Finanztransaktionen fließen, es kann auf einem Konto ruhen (was es die meiste Zeit tut) und dort per Zins einen Einkommensstrom generieren oder es kann zur Schuldentilgung = Geldvernichtung genutzt werden, wenn es denn in die Hände eines Schuldners gerät.
Nur die realwirtschaftlichen Transaktionen, dort vor allem die Lohnzahlungen an Arbeiter, die reale Werte/Leistungen erschaffen oder erhalten, haben das Potential Wertschöpfung / Mehrwertgenerierung zu bewirken. Alle anderen genannten Nutzungsmoeglichkeiten bewirken letztendlich nur die Umverteilung von Eigentum an bereits erarbeitetem/existierendem Realkapital oder per Buchungsvorgang kreiertem Finanzkapital.

Nun gibt es für die Wirtschaftsteilnehmer verschieden Möglichkeiten Einkommen zu generieren.

1.) Arbeit gegen Lohn
2.) Bereitstellung von staatlichen Leistungen gegen Steuern
3.) Bereitstellung von im Eigentum befindlichen Realkapital zur Nutzung gegen Rendite
4.) Spekulatives Handeln mit Real- und Finanzkapital gegen Spekulationsgewinne (überwiegend Bewertungsaenderungen in Nullsummenspielen)
5.) Entziehung von Finanzkapital = Sparen gegen Zinsen

Genutzt werden kann dieses Einkommen für
1.) Konsum von Waren und Leistungen (inkl. staatlicher Leistungen)
2.) Erwerb und Erhalt von Realkapital
3.) Erwerb von Finanzkapital

Die von den Banken (und Versicherungen) beworbene und mit Zinsen belohnte Möglichkeit Geld, nachdem es von den Banken im Zuge der Kreditvergabe erschaffen wurde, zu sparen, also der Realwirtschaft (möglichst lange über Festgeldkonten / Sparbriefe, Sparvertraege, Lebensversicherungen etc.) zu entziehen,  kreiert bzw. verstärkt ein realwirtschaftliches Problem der Unternachfrage, das nur durch eine ständige Ausweitung der Kreditvergabe = Bankbilanzen, natürlich durch die Banken, die ja an der Zinsdifferenz (bezogen auf das Bilanzvolumen) verdienen, "gelöst" werden kann. Da diese "Lösung" eine sich selbstverstaerkende Rückkopplung schließt, führt sie zu einer ständig steigenden Geldmenge (auf Konten, die nicht an realwirtschaftlichen Transaktionen teilnimmt). Wird diese Rückkopplung unterbrochen, weil die Banken keine Kredite mehr vergeben, entsteht über die Unternachfrage in der Realwirtschaft eine negative Rückkopplung und ein deflationärer Zusammenbruch. Das Ganze ist nicht neu, sondern seit der Weltwirtschaftskrise des vergangenen Jahrhunderts unter dem Begriff Sparparadoxon bekannt.
Die Versuche der Notenbanken durch Zinssenkung auf Null dem entgegenzuwirken, scheitern am weit voran geschrittenen Fettaugensyndrom. Denn das Finanzkapital ist wie das Realkapital hoch konzentriert. Da die Möglichkeit mit Eigentum an Finanzkapital per Zinsen Einkommen zu generieren eingeschränkt ist, wird nun verstärkt Option 4 gewählt, was zwar die Preise für Realvermoegenswerte in die Höhe treibt, aber das Problem der Unternachfrage nicht löst. Vielmehr wird sich die Konzentration der Vermögenswerte per Fettaugensyndrom beschleunigen, da die Streuung der erzielbaren Renditen  bei diesen Nullsummenspielen maximal ist.

Sapere Aude!

Georg Trappe

P.S.: Hier noch zwei Beispiele von Maerchenonkeln und Maerchentanten, die dies nicht verstanden haben und mit ihren Vorstellungen nur der Finanzoligarchie in die Haende arbeiten.

Quelle
"Zum aggregierten Leistungsbilanzüberschuss beträgt das Gap jetzt sogar 815,673 Mrd. Euro! Ein Tributsystem auf “freiwilliger” Basis, perfekt installiert, Deutschland produziert, liefert und finanziert, via Finanzmärkte wird die zu Grunde liegende Genese vertuscht, ein stetiges liefern ohne Gegenleistung.
Zwingend können ja auch den chronischen, exzessiven deutschen Leistungsbilanzüberschüssen, respektive den Nettokapitalexporte gar nicht so viele werthaltige Assets der Schuldnerländer gegenüber stehen, denn zwingende Logik deren chronischen Defiziten ist ja, dass man nicht in der Lage ist, realwirtschaftliche Gegenwerte zu leisten, sondern den deutschen Anspruch darauf parkt, in Finanzanlagen, Krediten, Wertpapieren und Unternehmensbeteiligungen. Allerspätestens in offenen Finanzkrisen erweisen sich diese Ansprüche in Teilen als uneinbringbar und schon vorher dokumentieren sich auch Verluste."

Es gibt natuerlich auch Volkswirtschaften, die die komplementaere Position zu dieser verheerenden Entwicklung darstellen. Da sind beispielhaft die USA und das UK zu nennen.
Dort leisten die Finanzoligarchen der Wall Street bzw. der City of London ganze Arbeit.



Quelle

Quelle

Dabei ist die Darstellung fuer die USA nicht ganz konsistent und muesste wie der Graph fuer das UK Richtung Sueden abgetragen werden. Bemerkenswert in beiden Faellen ist, dass die Nettoauslandsschulden deutlich geringer sind als das kumulierte Leistungsbilanzdefizit.
Soetwas ist nur moeglich, wenn Laender mit eineem kumulierten Leistungsbilanzsurplus
wie Deutschland Verluste auf ihre Kapitalexporte realisieren muessen.
Man sollte sich also sehr sorgfaelltig ueberlegen, ob man seine private Altersvorsorge denen ueberlaesst, die ganz offensichtlich nur horrende Kosten auf ihre Kunden abwaelzen, aber gegen die Kollegen in den USA und im UK auffallend schlechte Karten haben.
Siehe auch hier.
Und hier.
Und hier. ;-)