Dienstag, 11. September 2018

Das blaue Blut, der Wehretat und die deutsche Souveränität

https://de.reuters.com/article/deutschland-verteidigung-nato-von-der-le-idDEKCN1IF1VW
“Das braucht die Bundeswehr. Aber das ist auch für die Verlässlichkeit untereinander unverzichtbar, denn alle anderen (in der Nato) strengen sich auch an”, sagte die CDU-Politikerin am Montag bei einer Tagung des militärischen und zivilen Spitzenpersonals der Bundeswehr in Berlin. Nach Schätzungen von Experten dürfte der Wehretat damit auf knapp 60 Milliarden Euro wachsen. Dies ist mehr, als die Haushaltsplanungen für die kommenden Jahre bisher vorsehen, aber weniger als die Erhöhung auf mindestens zwei Prozent des BIP, die US-Präsident Donald Trump von den Verbündeten verlangt."

https://www.tagesschau.de/inland/bundeswehr-assad-101.html

"Für den Fall von syrischen Chemiewaffenangriffen in der Provinz Idlib lässt Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen einem Medienbericht zufolge prüfen, wie die Bundeswehr sich bei möglichen militärischen Vergeltungsaktionen gegen die Armee von Präsident Baschar al-Assad einbringen kann.
Im Verteidigungsministerium werde erwogen, sich künftig an der Allianz von USA, Großbritannien und Frankreich zu beteiligen, berichtete "Bild". Die drei Länder hatten im April Ziele in Syrien angegriffen und damit nach eigener Darstellung auf einen Chemiewaffen-Einsatz von Assad im syrischen Bürgerkrieg reagiert. Voraussetzung für eine deutsche Beteiligung sei ein Giftgas-Anschlag des syrischen Regimes auf die eigene Bevölkerung."






http://www.foxnews.com/world/2018/09/06/haley-warns-syria-russia-iran-against-using-chemical-weapons-don-t-bet-against-us.html

 Assad knows: a) He's winning b) If HE uses chemicals, US will bomb him
 Al-Qaeda knows a) It's losing b) If IT uses chemicals, US will bomb Assad Scenario: Chemicals are used
 Question: Who did it?
 There's only one thing dumber than that question: Asking for the answer










https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966


  https://de.wikipedia.org/wiki/Heartland-Theorie


"Die Heartland-Theorie ist eine geopolitische und -strategische Theorie des britischen Geographen Halford Mackinder. In seinem Aufsatz „The geographical pivot of history“ (1904)[1], zunächst der Königlichen Geographischen Gesellschaft vorgelegt, später als Teil seines Werkes „Democratic Ideals and Reality“ veröffentlicht[2], formulierte er diese Theorie zur Warnung an seine Landsleute. Er setzte sich mit der Bedeutung von Geographie, Technik, Wirtschaft, Industrie sowie Rohstoff- und Bevölkerungsressourcen für eine vergleichende Bewertung von Landmacht und Seemacht auseinander. Nach dem Ersten Weltkrieg aktualisierte er seine Theorie unter dem Eindruck des Krieges. Sein Heartland-Konzept ist „die wohl bedeutsamste Idee in der Geschichte der Geopolitik.“"




https://www.zeit.de/2009/21/D-Souveraenitaet

"Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis

Herbst 1969: Bundeskanzler Willy Brandt wird ein Schreiben vorgelegt. Erst weigert er sich, es zu unterzeichnen – dann tut er es doch"



Sapere Aude!

Georg Trappe


"Im Ergebnis wäre eine etwaige Beteiligung der Bundeswehr an einer Repressalie der Alliierten in Syrien in Form von 'Vergeltungsschlägen' gegen Giftgas-Fazilitäten völkerrechts- und verfassungswidrig", heißt es in einer Expertise, die vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestags erstellt wurde.

Samstag, 8. September 2018

Intellektuelle Dekadenz

https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/replik-auf-bofinger-gastbeitrag-ersatzgeld-aus-der-druckerpresse/23009832.html

"Im Handelsblatt hat Peter Bofinger einem Beitrag von Hans-Werner Sinn zum Target-Saldo widersprochen. In einer Replik weist der frühere langjährige Chef des Münchner Ifo-Instituts die Kritik zurück."
Das Banken mit  ihrem höchst profitablen Geschäftsmodell bewusst ein unlösbares Dilemma schaffen, das nur die Wahl zwischen "bubble up for ever" und deflationärem Zusammenbruch lässt, kommt dem "klügsten Professor Deutschlands" und seinen Kollegen auch zehn Jahre nach dem beinahe Zusammenbruch nicht in den Sinn.

Das Banken und ihre besten Kunden, die auch schonmal Eigentümer der Banken sind, damit die Welt vor sich her und wenn "nötig" auch in Kriege treiben, fällt diesen Herren offenbar auch nicht auf. Das würde ja ihrem "Lebenswerk" und der damit verbundenen horrend überbezahlten "wissenschaftlichen" Tätigkeit  ein abruptes Ende setzen. Und so setzt sich eine zwangsläufig endlos im Kreis verlaufende Diskussion jahrzehntelang ergebnislos fort.

Halleluja!

Georg Trappe

Montag, 25. Juni 2018

Was chronische Leistungsbilanzungleichgewichte mit Krieg und Frieden zu tun haben

Die Japaner bevorzugen in Handelsdisputen mit Präsident Donald Trump die leisen Töne. Würde Washington aber Strafzölle auf Autos verhängen, dürfte sich das jedoch schlagartig ändern.

Sollte Trump es wirklich gelingen die Eskalation der chronischen Leistungsbilanzungleichgewichte einzudaemmen, dann wuerde das zunaechst vor allen Dingen die Reduzierung des Wachstums von Bankbilanzen und damit der Bankeinnahmen aus Zinsdifferenzgeschaeften bedeuten.
Ob das in einem Land, dessen Wirtschaft vom Finanzsektor (und militaerisch industriellen Komplex) dominiert wird, wirklich gewollt ist?
Obwohl, es koennte so sein.
Denn die Arbeitslosigkeit wuerde in Japan und Deutschland in die Hoehe schiessen und damit die Bereitschaft unter Arbeitslosen und prekaer Beschaeftigten als Kanonenfutter mehr "Verantwortung" zu uebernehmen auch.
Gleichzeitig koennten gesteigerte US Ruestungsexporte nach Japan und Europa die Rolle der in Veruf geratenen triple A rated US Papiere uebernehmen und so zumindest einen Teil der dort bisher aufgelaufenen US$ recyceln.
Nicht nur die mediale Vorarbeit fuer ein solches Scenario scheint ja bei genauerer Betrachtung sowohl in Japan (Verfassungsaenderung, Reaktivierung von bewaehrten Feindbildern, https://www.japantimes.co.jp/search-results/?q=constitution&submit=Search) wie auch in Europa (z.B. Defizite der Bundeswehr http://www.sueddeutsche.de/news?search=Wehretat&sort=date&all%5B%5D=dep&all%5B%5D=typ&all%5B%5D=sys&all%5B%5D=time ) schon im vollen Gang zu sein.
Vielmehr gibt es schon einen Prototypen, ein aktuelles Beispiel mit dem US-Saudi Ruestungsdeal orf.at/stories/239235… und dem Abbau der saudiarabischen Waehrungsreserven fuer die Aufnahme von "mehr Verantwortung" in der Region durch Saudi Arabien. querschuesse.de/wp-content/upl
Wer also kein friedliches "Bubble Up for Ever" der Bankbilanzen und damit der Verschuldung und der Bankeinnahmen aus Zinsdifferenzgeschaeften will, der bekommt eben Krieg, der fuer Bankster nicht weniger profitable ist. Und mit diesem Dilemma treibt man die Welt seit Jahrhunderten vor sich her.

Sapere Aude!

Georg Trappe

P.S.: Wenn einem dann noch klar wird, wie obsolete aus technischer Sicht der ewige Streit um Oel und Gas ist und das es dabei vielmehr um den Erhalt von bestehenden Wirtschaftsstrukturen, die ja auch immer Machtstrukturen sind, geht, dann kommt man aus dem ungläubigen Staunen nicht heraus. 
Theoretischer Platzbedarf für Solarkollektoren, um in solarthermischen Kraftwerken den Strombedarf der Welt (also rund 17 % des gesamten Weltenergiebedarfs), Europas (EU-25) bzw. Deutschlands zu erzeugen. (Daten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), 2005)
Quelle

Dienstag, 5. Juni 2018

Hintergruende und Folgen negativer Charakterselektion bei der Besetzung von Fuehrungspositionen


Quelle



Die Folgen: https://en.wikipedia.org/wiki/World_War_I_casualties

„Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schurken stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen, daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorwärts zu kommen. Infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt. Das ethische Durchschnittsniveau einer Gesellschaftsschicht wird um so schlechter, je besser und einflussreicher sie gestellt ist. Nur dieser Umstand vermag die Tatsache zu erklären, warum die Welt nicht schon seit mindestens fünftausend Jahren ein Paradies ist. Das muss man wissen, wenn man die Weltgeschichte verstehen will.“

Hermann Oberth
Auf dem Famililienbild der Warlords fehlen allerdings diejenigen, die aus dunklen Hinterzimmern agierend, das grosse, industrielle Schlachten hoch profitable finanziert haben.
Wer das royale Protokoll kennt und weiss, dass es Normalsterblichen verboten ist, Royals respektlos zu beruehren, erkennt auch welche (sonst verborgene) Hackordnung auf dem folgenden Bild zu sehen ist:




The Bank of England, 1914 War Loans and a Patriotic Cover-Up
"The Bank of England secretly plugged a multi-million-pound hole in Britain’s finances during World War I, covering up the failure of one country’s apparent patriotic triumphs."

Ökonomie des Krieges
 " Zur Ökonomie des Krieges gehören grundsätzlich drei verschiedene Ebenen, die im Zeichen des industrialisierten Krieges ungeheure Herausforderungen mit sich brachten: Zum Ersten gehörte dazu die Produktion der an der Front benötigten Rüstungsgüter, also von Waffen und Munition, wie sie während des Krieges vorher nicht gekannte Größenordnungen erreichte. Allein im Jahre 1918 etwa wurden in Deutschland mehr als viermal so viele Geschütze produziert wie die gesamte Artillerieausstattung, die das deutsche Heer vor dem Beginn des Krieges 1914 aufgewiesen hatte. Und noch weit schneller wuchs der Bedarf an Munition, Granaten und Patronen, deren Verbrauch ins schier unermessliche stieg. Zum Zweiten war es notwendig, trotz des Vorrangs für die Rüstungsproduktion auch die Versorgung der Menschen an der Front wie in der Heimat mit Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern sicherzustellen. Zum Dritten schließlich mussten die Finanzmittel aufgebracht werden, um die enorme Rüstungsproduktion finanzieren zu können. Auf knapp 160 Milliarden Reichsmark beliefen sich Ende 1918 die Kriegskosten des Deutschen Reiches, was etwa dem Vierfachen des gesamten deutschen Volkseinkommens im Jahre 1913 und der Hälfte des geschätzten Volksvermögens insgesamt entsprach."


Erster Weltkrieg: Banker ziehen in den Krieg
 „Der Krieg ist eine enorme Chance für Amerika.“
– Jack Morgan, persönlicher Brief an US-Präsident Woodrow Wilson, 4. September 1914

Sapere Aude!

Georg Trappe


P.S.: Zur weiteren Illustration der (Hack)Ordnung in westlichen Demokratien finde ich diesen Schnappschuss ganz gelungen:

Quelle

Da geht es in Deutschland doch viel aufgeklaerter und damit undurchsichtiger zu, oder?

Quelle

Interessant ist auch in welcher Tradition das deutsche blaue Blut, was sich gerne und auch heute wieder ums Militär kümmert, steht:

Kaiser Wilhelm II. :

„Rekruten meiner Garderegimenter!
Ihr seid hier aus allen Teilen Meines Reiches zusammengezogen, um euer Militärpflicht zu genügen, und habt eben an heiliger Stätte Euerm Kaiser Treue geschworen bis zum letzten Atemzuge. Ihr seid noch zu jung, um das alles zu verstehen, ihr werdet aber nach und nach damit bekannt gemacht werden. Stellt euch dies alles nicht zu schwer vor und vertraut auf Gott, betet auch manchmal ein Vaterunser, das hat schon manchem Krieger frischen Mut gemacht.
Kinder meiner Garde, mit dem heutigen Tage seid ihr Meiner Armee einverleibt worden, steht jetzt unter Meinem Befehle und habt das Vorrecht, Meinen Rock tragen zu dürfen. Tragt ihn in Ehren. Denket an unsere ruhmreiche vaterländische Geschichte; denket daran, daß die deutsche Armee gerüstet sein muß gegen den inneren Feind sowohl als gegen den äußeren. Mehr denn je hebt der Unglaube und Mißmut sein Haupt im Vaterlande empor, und es kann vorkommen, daß ihr eure eigenen Verwandten und Brüder niederschießen oder – stechen müßt. Dann besiegelt die Treue mit Aufopferung eures Herzblutes. Und nun geht nach Hause und erfülltet eure Pflichten.“

Oder:

„Rekruten!
Ihr habt jetzt vor dem geweihten Diener Gottes und angesichts dieses Altars Mir Treue geschworen. Ihr seid noch zu jung, um die wahre Bedeutung des eben Gesprochenen zu verstehen, aber befleißigt euch zunächst, daß ihr die gegebenen Vorschriften und Lehren immer befolgt. Ihr habt Mir Treue geschworen, das - Kinder Meiner Garde - heißt, ihr seid jetzt Meine Soldaten, ihr habt euch Mir mit Leib und Seele ergeben; es giebt für euch nur einen Feind, und der ist Mein Feind. Bei den jetzigen socialistischen Umtrieben kann es vorkommen, daß Ich euch befehle, eure eigenen Verwandten, Brüder, ja Eltern niederzuschießen – was ja Gott verhüten möge - , aber auch dann müßt ihr Meine Befehle ohne Murren befolgen.“

http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/pdf/deu/501_Rekrutenvereidigung_82.pdf

https://www.dw.com/de/der-krieg-die-trauer-und-die-wut/a-44869298

Montag, 5. März 2018

No way! Not with me! Never ever again!

On January 18, 1943, the Soviet troops broke Leningrad’s encirclement

My father, born in 1923, was drawn into the Wehrmacht in 1941. He was sent to fight in Russia, where he was hit by a sniper bullet from the back in his left upper arm, leaving his arm and hand almost unusable for the rest of his life. If the bullet would have hit him 10 cm more to the right, he would have been dead. He told us, my brother and me, what he experienced as a soldier. He didn't do that often, but when he did, he did it in an impressive way. The most impressive picture he brought across, was a march along a road, where comrads, who tried to run away from the front, were hanged on their feets at trees with signs attached onto them, saying "Deserteur".



So much about the glorious german military leadership and its motivational practices.
My father did not use this as an excuse, but to teach us to mistrust every authority.

EVERY!

By he way my father grew up in a catholic family and stayed as a loyal christian to the catholic church for his entire life.



He did forgive the church that they blessed the weapons when the soldiers left their towns for the front. I guess, he just needed something to hold on.

His brother, my uncle, returned from Russia in the early 50s. He was 4 years younger and drawn into this war at its very end. He had similar grewsom stories to tell.
My fathers Uncle, who was a soldier in both world wars, gave me books to read about Verdun and the gas war. My mothers mother lost her only son in Belgium. She visited with us one day the graveyard, the cemetry where all those crosses were telling names, birhdays and day of death of those "heros". I was shocked. A field as far as my eyes could see. Full with graves of young people, most just 18,19, 20 years old when they died for Führer and Vaterland.
I have seen pictures of the home city of my parents and what used to be their houses.
I have heard my grandmother telling terrible stories about the bombardment of her home city and how she with my mother, just 14 years old at that time, hide in the cellar and were brought to other towns in Germany, when the front came close.








I have seen pictures of her, where she is just skin and bones because of hunger. I heard her telling us, how they gave away everything they had, for something to eat. Just to survive.

And I had tears in my eyes when I wrote this up the first time.

I just don't want to see something like this happen again.

No way! Not with me! Never!

Not because some bastard banksters claim to be the Masters of the Universe and think they can push people into war again, just because their scam becomes obvious as such.
It makes no sense to kill people you don't know, just because someone you should know better, tells you to do so.

Sapere Aude!

Georg Trappe