Montag, 25. Juni 2018

Was chronische Leistungsbilanzungleichgewichte mit Krieg und Frieden zu tun haben

Die Japaner bevorzugen in Handelsdisputen mit Präsident Donald Trump die leisen Töne. Würde Washington aber Strafzölle auf Autos verhängen, dürfte sich das jedoch schlagartig ändern.

Sollte Trump es wirklich gelingen die Eskalation der chronischen Leistungsbilanzungleichgewichte einzudaemmen, dann wuerde das zunaechst vor allen Dingen die Reduzierung des Wachstums von Bankbilanzen und damit der Bankeinnahmen aus Zinsdifferenzgeschaeften bedeuten.
Ob das in einem Land, dessen Wirtschaft vom Finanzsektor (und militaerisch industriellen Komplex) dominiert wird, wirklich gewollt ist?
Obwohl, es koennte so sein.
Denn die Arbeitslosigkeit wuerde in Japan und Deutschland in die Hoehe schiessen und damit die Bereitschaft unter Arbeitslosen und prekaer Beschaeftigten als Kanonenfutter mehr "Verantwortung" zu uebernehmen auch.
Gleichzeitig koennten gesteigerte US Ruestungsexporte nach Japan und Europa die Rolle der in Veruf geratenen triple A rated US Papiere uebernehmen und so zumindest einen Teil der dort bisher aufgelaufenen US$ recyceln.
Nicht nur die mediale Vorarbeit fuer ein solches Scenario scheint ja bei genauerer Betrachtung sowohl in Japan (Verfassungsaenderung, Reaktivierung von bewaehrten Feindbildern, https://www.japantimes.co.jp/search-results/?q=constitution&submit=Search) wie auch in Europa (z.B. Defizite der Bundeswehr http://www.sueddeutsche.de/news?search=Wehretat&sort=date&all%5B%5D=dep&all%5B%5D=typ&all%5B%5D=sys&all%5B%5D=time ) schon im vollen Gang zu sein.
Vielmehr gibt es schon einen Prototypen, ein aktuelles Beispiel mit dem US-Saudi Ruestungsdeal orf.at/stories/239235… und dem Abbau der saudiarabischen Waehrungsreserven fuer die Aufnahme von "mehr Verantwortung" in der Region durch Saudi Arabien. querschuesse.de/wp-content/upl
Wer also kein friedliches "Bubble Up for Ever" der Bankbilanzen und damit der Verschuldung und der Bankeinnahmen aus Zinsdifferenzgeschaeften will, der bekommt eben Krieg, der fuer Bankster nicht weniger profitable ist. Und mit diesem Dilemma treibt man die Welt seit Jahrhunderten vor sich her.

Sapere Aude!

Georg Trappe

P.S.: Wenn einem dann noch klar wird, wie obsolete aus technischer Sicht der ewige Streit um Oel und Gas ist und das es dabei vielmehr um den Erhalt von bestehenden Wirtschaftsstrukturen, die ja auch immer Machtstrukturen sind, geht, dann kommt man aus dem ungläubigen Staunen nicht heraus. 
Theoretischer Platzbedarf für Solarkollektoren, um in solarthermischen Kraftwerken den Strombedarf der Welt (also rund 17 % des gesamten Weltenergiebedarfs), Europas (EU-25) bzw. Deutschlands zu erzeugen. (Daten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), 2005)
Quelle

Dienstag, 5. Juni 2018

Hintergruende und Folgen negativer Charakterselektion bei der Besetzung von Fuehrungspositionen


Quelle



Die Folgen: https://en.wikipedia.org/wiki/World_War_I_casualties

„Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schurken stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen, daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorwärts zu kommen. Infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt. Das ethische Durchschnittsniveau einer Gesellschaftsschicht wird um so schlechter, je besser und einflussreicher sie gestellt ist. Nur dieser Umstand vermag die Tatsache zu erklären, warum die Welt nicht schon seit mindestens fünftausend Jahren ein Paradies ist. Das muss man wissen, wenn man die Weltgeschichte verstehen will.“

Hermann Oberth
Auf dem Famililienbild der Warlords fehlen allerdings diejenigen, die aus dunklen Hinterzimmern agierend, das grosse, industrielle Schlachten hoch profitable finanziert haben.
Wer das royale Protokoll kennt und weiss, dass es Normalsterblichen verboten ist, Royals respektlos zu beruehren, erkennt auch welche (sonst verborgene) Hackordnung auf dem folgenden Bild zu sehen ist:




The Bank of England, 1914 War Loans and a Patriotic Cover-Up
"The Bank of England secretly plugged a multi-million-pound hole in Britain’s finances during World War I, covering up the failure of one country’s apparent patriotic triumphs."

Ökonomie des Krieges
 " Zur Ökonomie des Krieges gehören grundsätzlich drei verschiedene Ebenen, die im Zeichen des industrialisierten Krieges ungeheure Herausforderungen mit sich brachten: Zum Ersten gehörte dazu die Produktion der an der Front benötigten Rüstungsgüter, also von Waffen und Munition, wie sie während des Krieges vorher nicht gekannte Größenordnungen erreichte. Allein im Jahre 1918 etwa wurden in Deutschland mehr als viermal so viele Geschütze produziert wie die gesamte Artillerieausstattung, die das deutsche Heer vor dem Beginn des Krieges 1914 aufgewiesen hatte. Und noch weit schneller wuchs der Bedarf an Munition, Granaten und Patronen, deren Verbrauch ins schier unermessliche stieg. Zum Zweiten war es notwendig, trotz des Vorrangs für die Rüstungsproduktion auch die Versorgung der Menschen an der Front wie in der Heimat mit Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern sicherzustellen. Zum Dritten schließlich mussten die Finanzmittel aufgebracht werden, um die enorme Rüstungsproduktion finanzieren zu können. Auf knapp 160 Milliarden Reichsmark beliefen sich Ende 1918 die Kriegskosten des Deutschen Reiches, was etwa dem Vierfachen des gesamten deutschen Volkseinkommens im Jahre 1913 und der Hälfte des geschätzten Volksvermögens insgesamt entsprach."


Erster Weltkrieg: Banker ziehen in den Krieg
 „Der Krieg ist eine enorme Chance für Amerika.“
– Jack Morgan, persönlicher Brief an US-Präsident Woodrow Wilson, 4. September 1914

Sapere Aude!

Georg Trappe


P.S.: Zur weiteren Illustration der (Hack)Ordnung in westlichen Demokratien finde ich diesen Schnappschuss ganz gelungen:

Quelle

Da geht es in Deutschland doch viel aufgeklaerter und damit undurchsichtiger zu, oder?

Quelle

Interessant ist auch in welcher Tradition das deutsche blaue Blut, was sich gerne und auch heute wieder ums Militär kümmert, steht:

Kaiser Wilhelm II. :

„Rekruten meiner Garderegimenter!
Ihr seid hier aus allen Teilen Meines Reiches zusammengezogen, um euer Militärpflicht zu genügen, und habt eben an heiliger Stätte Euerm Kaiser Treue geschworen bis zum letzten Atemzuge. Ihr seid noch zu jung, um das alles zu verstehen, ihr werdet aber nach und nach damit bekannt gemacht werden. Stellt euch dies alles nicht zu schwer vor und vertraut auf Gott, betet auch manchmal ein Vaterunser, das hat schon manchem Krieger frischen Mut gemacht.
Kinder meiner Garde, mit dem heutigen Tage seid ihr Meiner Armee einverleibt worden, steht jetzt unter Meinem Befehle und habt das Vorrecht, Meinen Rock tragen zu dürfen. Tragt ihn in Ehren. Denket an unsere ruhmreiche vaterländische Geschichte; denket daran, daß die deutsche Armee gerüstet sein muß gegen den inneren Feind sowohl als gegen den äußeren. Mehr denn je hebt der Unglaube und Mißmut sein Haupt im Vaterlande empor, und es kann vorkommen, daß ihr eure eigenen Verwandten und Brüder niederschießen oder – stechen müßt. Dann besiegelt die Treue mit Aufopferung eures Herzblutes. Und nun geht nach Hause und erfülltet eure Pflichten.“

Oder:

„Rekruten!
Ihr habt jetzt vor dem geweihten Diener Gottes und angesichts dieses Altars Mir Treue geschworen. Ihr seid noch zu jung, um die wahre Bedeutung des eben Gesprochenen zu verstehen, aber befleißigt euch zunächst, daß ihr die gegebenen Vorschriften und Lehren immer befolgt. Ihr habt Mir Treue geschworen, das - Kinder Meiner Garde - heißt, ihr seid jetzt Meine Soldaten, ihr habt euch Mir mit Leib und Seele ergeben; es giebt für euch nur einen Feind, und der ist Mein Feind. Bei den jetzigen socialistischen Umtrieben kann es vorkommen, daß Ich euch befehle, eure eigenen Verwandten, Brüder, ja Eltern niederzuschießen – was ja Gott verhüten möge - , aber auch dann müßt ihr Meine Befehle ohne Murren befolgen.“

http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/pdf/deu/501_Rekrutenvereidigung_82.pdf

https://www.dw.com/de/der-krieg-die-trauer-und-die-wut/a-44869298